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KULTUR: KKL Luzern mit neuem Markenauftritt: Roulette-Tisch – «warum nicht?»

Das KKL Luzern will sich noch schärfer positionieren. Der neue Geschäftsführer Philipp Keller setzt neben Bewährtem auf neue Formate – und schreckt auch vor Experimenten nicht zurück.
Interview Hugo Bischof
Philipp Keller auf der Dachterrasse des KKL. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 19. Oktober))

Philipp Keller auf der Dachterrasse des KKL. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 19. Oktober))

Interview Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Philipp Keller, das KKL ist eine erfolgreiche Marke. Muss man daran überhaupt etwas ändern?

Das KKL Luzern will seine bereits gute Markenpositionierung national und international weiter ausbauen. Dafür wurde in den letzten 18 Monaten ein umfassendes Rebranding realisiert.

Wie sieht das konkret aus?

Im Jahr 2020 feiern wir das 20-jährige Bestehen des KKL. Bis dahin wollen wir unsere Positionierung weiter schärfen, um uns noch klarer von unseren Mitbewerbern abzuheben. Es geht auch darum, sich den neuen Kommunikationsmitteln anzupassen: Smartphone, Tablet und so weiter. Da sind wir mit unserem bisherigen rigiden System an Grenzen gestossen.

Also ganz umgekrempelt wird das KKL nicht?

Nein, natürlich nicht. Wir haben eine hervorragende Ausgangslage; diese wollen wir weiter stärken. Wir haben mit Künstlern, Veranstaltern geredet, auch mit Passanten. Wir wollten herausfinden, wofür wir stehen.

Und – was kam heraus?

Wir haben uns vier neue Markenwerte gegeben: «Erlebnis-Partner», «Perfekte Gastgeber», «Kreative Pioniere», «Weltklasse-Luzerner». Im Fokus stehen die Gäste, Veranstalter und Künstler. Sie erleben im KKL unvergessliche Momente für alle Sinne. Die vier Markenwerte sind ein hoher Anspruch an uns selber. Wir wollen mit zuvorkommender und professioneller Arbeit das entscheidende Plus ausmachen – vom Erstkontakt bis zur Verabschiedung. Wir erleben immer wieder, dass sich Künstler bei uns bedanken. Es ist für sie ein Privileg, hier auftreten zu dürfen. Sie fühlen sich wohl – das spiegelt sich auch in ihrer Performance. Genau dies wollen wir weiter fördern. Die Aussicht und die Lage mitten in der Stadt am See machen das KKL einzigartig. Auch das wollen wir weiter pflegen.

Die Plakate, welche die neuen Marktwerte bildlich darstellen, hängen bereits im KKL.

Ja, es sind symbolische Porträts verschiedener Nutzer: Künstler, Veranstalter, Besucher. Das KKL soll ein Haus für alle sein. Dass bei uns so unterschiedliche Leute ein- und ausgehen, macht das KKL Luzern auch für unsere 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessant.

Auch ein neues Logo hat das KKL erhalten.

Der Name KKL Luzern bleibt natürlich erhalten, das neue Logo ist dynamischer und farblich flexibel. Interessant übrigens: Die beiden L im Namen KKL Luzern sind eine Verdoppelung. Wohl kein Zufall: Das KKL ist fest im Herzen der Luzerner verankert, es hat aber auch den Anspruch, in der internationalen Liga mitzuspielen: «Weltklasse-Luzerner»: Das trifft es perfekt.

Wie wollen Sie den Stellenwert des KKL weiter steigern?

Das KKL Luzern sieht sich heute als umfassender Dienstleister, der gemeinsam mit seinen Veranstaltungspartnern neue Formate nach Luzern holen will. Wir wollen auch regelmässig Innovationen präsentieren.

Was zum Beispiel?

Das Lucerne Festival hat es diesen Sommer vorgemacht – mit der Intervall-Bar nach den Konzerten, mit den Gratis-40-Minuten-Konzerten. Auch im Luzerner Saal sollen Formate möglich sein, die es sonst nicht gibt. Wir wollen auch Sachen ausprobieren. Kommt eine Anfrage, versuchen wir diese zum «Fliegen» zu bringen.

Wie dieses Jahr das Konzert der Rockband Foreigner mit dem 21st Century Orchestra, als der Foreigner-Sänger frech über die Stuhllehnen im grossen KKL-Saal stieg?

Genau. Auch das ist bei uns möglich. Ich fand das übrigens ein ganz tolles Konzert.

Die Rede ist auch von Kombi-Angeboten. Was ist darunter zu verstehen?

Ein Beispiel sind die Lunch­konzerte des Luzerner Sinfonieorchesters, unseres neuen Residenzorchesters. Da ist auch die KKL-Gastronomie sehr gefragt – ein wunderbares Gesamtpaket. Im kommenden Jahr gibt es einen James-Bond-Abend mit dem 21st Century Orchestra: «Casino ­Royale». Da erhoffen wir uns natürlich eine Zusammenarbeit auch mit dem Casino Luzern.

Ein Roulette-Tisch im KKL-Konzertsaal?

Warum nicht? Wir werden sehen.

Das KKL ist ein Haus für alle, sagen Sie. Wird also die Dachterrasse bald öffentlich zugänglich sein, nicht mehr nur für Konzertbesucher?

Noch ist es nicht so weit. Wir sind aber intensiv daran, die Strategie bezüglich Öffnung des Hauses zu überdenken. Wir denken beispielsweise an Führungen, auch backstage.

Wie hoch ist der Eigenfinanzierungsgrad des KKL?

Die KKL Management AG hat von der Trägerstiftung als Besitzerin des KKL Luzern den klaren Auftrag, das Haus kostendeckend zu betreiben.

Und das gelingt?

Ja. In diesem Zusammenhang ist natürlich der Kongressbereich ganz wichtig, mit dem sich auch Geld verdienen lässt. In diesem Bereich ist die Konkurrenz besonders gross.

Hinweis

Philipp Keller (47) ist seit April neuer CEO der KKL Luzern Management AG. Der gelernte Koch und Betriebsökonom wuchs im Kanton Zug auf. Er ist mit einer Luzernerin verheiratet. Gemeinsam haben sie drei Kinder. Seit August wohnt die Familie in der Stadt Luzern.

Der neue Markenauftritt. (Bild: KKL Luzern)

Der neue Markenauftritt. (Bild: KKL Luzern)

Momente, die bleiben. Szene des neuen Markenauftritts des KKL Luzern. (Bild: KKL Luzern)

Momente, die bleiben. Szene des neuen Markenauftritts des KKL Luzern. (Bild: KKL Luzern)

Momente, die bleiben. Szene des neuen Markenauftritts des KKL Luzern. (Bild: KKL Luzern)

Momente, die bleiben. Szene des neuen Markenauftritts des KKL Luzern. (Bild: KKL Luzern)

Momente, die bleiben. Szene des neuen Markenauftritts des KKL Luzern. (Bild: KKL Luzern)

Momente, die bleiben. Szene des neuen Markenauftritts des KKL Luzern. (Bild: KKL Luzern)

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