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KULTUR: Theatergebäude soll zum «Volkshaus» werden

Das Luzerner Stadttheater könnte dereinst in die Salle Modulable integriert werden. In diesem Fall soll aus dem Gebäude an der Reuss ein offenes Kulturzentrum werden, sagen Boa-Leute.
Das Gebäude des Luzerner Theaters – hier gespiegelt in einer Pfütze. (Archivbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Das Gebäude des Luzerner Theaters – hier gespiegelt in einer Pfütze. (Archivbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Mit einem 28-seitigen Bericht «Auf dem Weg zum Luzerner Volkshaus: Standort­bestimmung und Vision» meldete sich am Montag die «Interessen­gemeinschaft Kulturraum Boa» (Iku Boa) bei den Medien zu Wort. Ziel ist es zum einen, vor dem Hintergrund der Planung der Salle Modulable sowie dem postulierten sukzessive voranschreitenden Wegfall und Verdrängung von alternativen Kulturangeboten den so genannten «Kulturkompromiss» in Erinnerung zu rufen. Zum anderen will die in den 1980er-Jahren entstandene Gruppierung einen konkreten Vorschlag zur zukünftigen Nutzung des Theatergebäudes an der Reuss präsentieren.

Kommerzielle Umnutzung nicht goutiert
Die Iku Boa schlägt vor, dieses – sollte die Salle Modulable realisiert und das Luzerner Theater in diese integriert werden – in ein öffentliches, multifunktionales Kulturzentrum umzuwandeln: Als Heimat «für die vielen Nutzergruppen, die nirgends ihren Platz haben und gerne Kultur inmitten der Stadt leben». Der vorgeschlagene Name für die neue Institution: «Luzerner Volkshaus». Die Kommerzialisierung oder gar der Abriss des Theatergebäudes an der Reuss sei – wie das der Stadtrat vorschlägt – keine Option und in der Bevölkerung nicht mehrheitsfähig.

Salle Modulable: Akzeptanz auf dem Spiel
Als mögliche konzeptionelle Vorbilder stellt die Iku Boa das «Progr» in Bern, das «Palace» in St. Gallen und «Volkshaus» in Zürich vor. Dessen Geschichte zeige auf, wie gross die Nachfrage nach niederschwellig nutzbarem Raum ist und wie vielseitig die beheimateten Institutionen sein können. Die Nutzung solle jedoch «kreativer und progressiver» sein. Die Luzerner Variante des «Volkshauses», die keine Neuauflage des Kulturzentrums Boa darstellen solle, werde ohne Beiträge der öffentlichen Hand nicht zu finanzieren sein – «zweifelsohne wird die Erneuerung des Kulturkompromisses etwas kosten». Ignoriere man diesen, könne im Gegenzug davon ausgegangen werden, dass die Bevölkerung keine Akzeptanz für die Salle Modulable aufbringen werde.

scd

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