Kultur und Sport

Stadtluzerner Billettsteuer soll hinterfragt und optimiert worden

Eine breit abgestützte Motion fordert, dass der Luzerner Stadtrat Alternativen zur Billettsteuer vorlegen soll.

Simon Mathis
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Der Pavillon ist während des Blue Balls Festival jeweils gut besucht.

Der Pavillon ist während des Blue Balls Festival jeweils gut besucht.

Bild: PD/Nils Lucas (Luzern, 16. Juli 2019)

Grossstadtrat Mike Hauser (FDP) fordert den Luzerner Stadtrat per Motion dazu auf, einen Bericht zum aktuellen Billettsteuer-System vorzulegen. Hintergrund ist, dass der Kantonsrat vor gut einem Monat die Abschaffung der Steuer abgelehnt hat. In der Debatte wurde aber von verschiedener Seite darauf hingewiesen, dass eine Umsetzung auf Gemeinde­ebene zu hinterfragen sei. Unterstützt wird die Motion von FDP, CVP, SVP, GLP und SP.

Der Motionär fordert Alternativen zur Billettsteuer und allenfalls die Anpassung oder Abschaffung der Freigrenze von 10'000 Franken. Zur Erklärung: Kleine Veranstaltungen mit jährlichen Besuchereinnahmen von unter 10'000 Franken sind zurzeit von der Billettsteuer befreit. Ebenfalls Teil des Forderungskatalogs sind Auskünfte über die Vergabekriterien, die Art der Beiträge sowie den Umgang mit nicht budgetierten Billettsteuer-Einnahmen, das Controlling und die allfällige Anpassung des gültigen Reglements aus dem Jahr 1990. «Es geht nicht darum, die Kultur- und Sportfinanzierung abzuschaffen oder zu beschneiden, sondern darum, das aktuelle System zu hinterfragen und gegebenenfalls zu optimieren», hält Mike Hauser in seiner Motion fest.