KULTURLEGI DER CARITAS: Knapp 1000 Personen erhalten Rabatt

Billiger ins Kino oder zum halben Preis in den Tanzkurs: Dank der Kulturlegi ist das möglich. Doch der Ausweis kommt nicht bei allen gut an.

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Leute am Existenzminimum können sich dank der Kulturlegi der Caritas auch den Besuch am Blue Balls Festival leisten. (Archivbild Remo Nägeli/Neue LZ)

Leute am Existenzminimum können sich dank der Kulturlegi der Caritas auch den Besuch am Blue Balls Festival leisten. (Archivbild Remo Nägeli/Neue LZ)

Die Kulturlegi wird einjährig: Knapp 1000 Leute nutzen mittlerweile das Angebot der Caritas Luzern. Das Angebot reicht von FCL-Matches über Festivaleintritte, Fitness- oder Zeitungsabos bis zu Volkshochschulkursen.

Es richtet sich an Luzerner jeden Alters, die an der Grenze des Existenzminimums leben, AHV- oder IV-Ergänzungsleistungen oder wirtschaftliche Sozialhilfe beziehen. Die Verbilligung beträgt mindestens 30 Prozent; manche Angebote sind mit der Kulturlegi gar gratis. Für die Legi erhebt die Caritas eine Gebühr.

Angebote, die man sich sonst nicht leisten kann
«Die Idee ist, dass auch Leute mit kleinem Budget am kulturellen und sozialen Leben teilnehmen können», sagt Lili Kaelin, Leiterin der Kulturlegi bei der Caritas. Und weiter: «Wir wollen Leute am Existenzminimum ansprechen, die sich solche Angebote sonst nicht leisten könnten.»

Leute wie Katharina Stadelmann, dreifache Mutter, wohnhaft mit ihrem Mann in der Stadt Luzern. «Ohne die Kultur-Legi hätten wir uns letztes Jahr das Blue Balls Festival mit unserer Familie nicht leisten können. Und auch fürs Schwimmbad bezahlen wir mit der Kulturlegi nur noch halb so viel», sagt Stadelmann.

«So selbstverständlich wie ein AHV-Ausweis»
Katharina Stadelmann warb in ihrem Bekanntenkreis für die Kulturlegi. Dabei machte sie die Erfahrung, dass nicht alle gleich Feuer und Flamme für das Angebot sind. «Manche Leute genieren sich eben, die Kulturlegi vorzuweisen. Sie sehen es als Stigma», vermutet Stadelmann.

Niemand sollte sich schämen, findet Lili Kaelin. «Jetzt ist die Kulturlegi noch relativ neu. Wir möchten, dass sie bald so selbstverständlich wird wie ein Studenten- oder ein AHV-Ausweis.»

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.