KUNST: Beton-Akropolis in Uffikon nimmt Gestalt an

In einer Woche ist es so weit: Dann soll das 120 Tonnen schwere Dach auf die 99 Säulen des tempelähnlichen Baus in Uffikon gehievt werden.

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Aktuelle Szene von den Bauarbeiten. (Bild Albert Amrein/pd)

Aktuelle Szene von den Bauarbeiten. (Bild Albert Amrein/pd)

Das Kunstwerk sei kein Nutzbau, sondern «eine begehbare Skulptur», sagt der Künstler Roland Heini. Die Idee mit dem Dach sei erst später dazugekommen. «Erst dadurch bekam das Projekt die Wirkung eines Tempels», so Heini. Der Surseer Künstler und KKL-Uffikon-Erfinder Wetz bezeichnet Heinis Tempel als «möglicherweise grösste Skulptur, die je in der Schweiz gebaut wurde». Er stellt sich vor, dass der Tempel vor allem als Spazierhalle mit «herrlicher Bergsicht» genutzt wird. «Je nach Fantasie unserer Gäste kann der Heini-Bau aber auch sporadisch für verschiedene Performances genutzt werden», so Wetz.

Tempel soll sicher fünf Jahre stehen
Am Ostersonntag um 12 Uhr soll Heinis Tempel als Wahrzeichen der Kulturstätte Tempelhof eröffnet werden. Diese löst das bisherige KKL Uffikon ab. Das bestehende Wetz-Museum, die Waldinstallation und andere Einrichtungen bleiben erhalten. Neu hinzu kommt, nebst dem Tempel, der mindestens fünf Jahre stehen bleiben soll, ein grosser Naturgarten der Schweizer Bio-Organisation Bioterra.

Die Kunstwerk-Realisation kostet nun über 400'000 Franken statt der budgetierten 300'000, wie es in einer Medienmitteilung vom (heutigen) Mittwoch heisst. Die Fundamente hätten sich aufwändiger als gedacht erwiesen. Das Geld sei dank Sponsoren und Säulengönner beinahe schon zusammen.

HRW/scd