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KUNST: Luzern gedenkt dem populären Künstler Rolf Brem mit Werkschau

Zwei Jahre nach seinem Tod, gedenkt die Stadt Luzern dem Plastiker und Porträtisten Rolf Brem mit einer umfassenden Ausstellung. Brem, von dem viele Werke im öffentlichen Raum zu sehen sind, wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden.
Rolf Brems populäre Figuren in seinem Atelier in Meggen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Rolf Brems populäre Figuren in seinem Atelier in Meggen. (Bild: Archiv Neue LZ)

In Luzern kennt jeder die Figuren Brems. Kinder mögen es, auf seinen "Hirt mit Schaf" vor dem Luzerner Theater zu klettern, Touristen nutzen die Figurengruppe für einen Schnappschuss. Eine weitere stadtbekannte Figur ist der "Pöstler" vor der Luzerner Bahnhofspost.

Die Verbreitung von Brems Werken beschränkt sich aber nicht auf Luzern. In der ganzen Schweiz gibt es über hundert Standorte seiner Werke im öffentlichen Raum. Meist handelt es sich um Bronzefiguren. Brem schuf auch Portraits, etwa auch von Autor Günter Grass.

Handfeste Kunst

Brem war ein figurativer Bildhauer, der seine Themen im Alltag fand. Seine Werke strahlen etwas Handfestes aus. Brems Kunst sei vom Volk verstanden worden, weil er dieses selber verstanden habe, schrieb der Autor Pirmin Meier 2014 in einem Nachruf.

Rolf Brem war am 12. Februar 1926 in Luzern geboren worden. Er stammte aus einer Handwerkerfamilie und besuchte nach dem Gymnasium die Kunstgewerbeschule Luzern.

Brem bildete sich im Atelier des Zürcher Plastikers Karl Geiser sowie in Paris, London und Florenz weiter. Er war Mitglied des Istituto Svizzero in Rom und liess sich schliesslich mit eigenen Ateliers in Meggen LU und Morbio Superiore TI nieder.

An der Weltausstellung in Sevilla

Brem erhielt 1978 den Kunstpreis der Stadt Luzern. An der Weltausstellung von Sevilla im Jahre 1992 führte Harald Szeemann 136 Portraitköpfe von Brem zu einer Installation zusammen.

In die Schlagzeilen geriet Brem 2008, als aus seinem Atelier in Meggen 50 Bronzeplastiken gestohlen wurden. Zu den verschwundenen Objekten gehörten Tierfiguren wie die "Kratzgeiss", die es hinter dem Ohr juckt, oder die "Saichgeiss", die ihr Geschäft verrichtet.

Brem starb am 11. April 2014 88-jährig. Die Werkschau, die in der Kornschütte Luzern vom 11. bis 28. August zu sehen ist, hatte der populäre Künstler noch selbst geplant. Die Ausstellung zeigt nicht nur den Plastiker und Porträtisten Brem, sondern auch den Medailleur, den Geschichtenerzähler und den Tagebuchschreiber. (sda)

Weitere Figuren des populären Luzerner Künstlers Rolf Brem. (Bild: Archiv Neue LZ)

Weitere Figuren des populären Luzerner Künstlers Rolf Brem. (Bild: Archiv Neue LZ)

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