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Kuonimatt: Beschwerde verzögert Schulraum-Erweiterung

Beim Krienser Kuonimatt-Schulhaus verzögert sich die geplante Erweiterung des Schulraums. Aufgrund einer Beschwerde von Anwohnern kann die Erweiterung der Modulbauten nicht wie vorgesehen in diesem Sommer realisiert werden. Nun wird es vorübergehend eng im Schulhaus.

Im Krienser Kuonimatt-Quartier steigt die Zahl der Schulkinder vor allem auch wegen der intensiven Bautätigkeit in den Neubaugebieten des Gebietes rund um den Bahnhof Mattenhof. Bereits im kommenden Schuljahr wird eine zusätzliche Primarklasse geführt.

Die Gemeinde Kriens hatte deshalb den Plan, den benötigten Schulraum mit einer Erweiterung der modularen Schulbauten auf der Schulanlage Kuonimatt zu realisieren. Die bereits bestehende Modulbaute sollte aufgestockt und daneben eine weitere Modulbaute aufgestellt werden, die von der Krauerwiese auf die Anlage Kuonimatt verschoben werden sollte.

Einsprachen verzögern Erweiterung

Die Umsetzung wird jetzt allerdings verzögert, schreibt die Gemeinde Kriens. Der Gemeinderat hatte im Frühling das Baugesuch für die geplante Erweiterung der Schulbauten Kuonimatt eingereicht. Der Gemeinderat hat das Baugesuch bewilligt und Einsprachen aus der Nachbarschaft abgewiesen. Dieser Entscheid wurde nun aber von den Einsprechern ans Kantonsgericht weitergezogen. Damit wird die geplante Erweiterung der Schulbauten Kuonimatt bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids aufgeschoben.

Weil ab kommendem Schuljahr eine fünfte Primarklasse im Kuonimatt-Schulhaus geführt werden muss, werden die räumlichen Verhältnisse eng. Dies ergab eine Analyse der Schulhausleitung Kuonimatt. Nach Meinung der Volksschulen Kriens könne man für maximal ein Jahr mit dieser Übergangslösung leben.

Gruppenzimmer und Räume für integrierte Förderung fehlen

Es sei jetzt Kreativität und Improvisationsgabe nötig. Dafür würden aber die für den schulischen Alltag nötigen Ergänzungsräume wie Gruppenzimmer oder Räume für die integrierte Förderung während der Dauer der Übergangslösung fehlen.

Der Gemeinderat wolle an seiner Strategie festhalten. Sie sieht vor, dass die Schulanlage Kuonimatt gestärkt und ausgebaut werden soll. Eine Machbarkeitsstudie habe gezeigt, dass genügend Raum zur Verfügung steht, um dort mittelfristig 4 Kindergärten und 12 Primarklassen inklusive Hort zu führen. Heute sind es zwei Kindergärten und 4 Primarklassen.

Diese Stärkung beinhalte vorerst die geplante Erweiterung der Modulbauten, sobald die juristischen Fragen geklärt sind. Zudem wird dem Einwohnerrat im kommenden Herbst ein Planungskredit unterbreitet, mit dem ein Architekturwettbewerb für die Erweiterung der Schulanlage (inklusive Um- und Anbau des bestehenden Schulhauses inklusive Spielplatz) gestartet werden soll. Parallel dazu werde der Gemeinderat im Rahmen der Schulraumplanung auch prüfen, ob sich ein zusätzlicher Schulstandort im Gebiet LuzernSüd aufdrängt.

(pd/zfo)

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