Kurzarbeit für Luzerner Spitäler bewilligt, VBL warten weiter

Bei Unternehmen, die der öffentlichen Hand gehören, ist die Anmeldung für Kurzarbeit umstritten. Die VBL und das Luzerner Kantonsspital haben gleichwohl Gesuche eingereicht.

Dominik Weingartner
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Das Luzerner Kantonsspital hat Kurzarbeit angemeldet.

Das Luzerner Kantonsspital hat Kurzarbeit angemeldet.

Bild: Patrick Hürlimann (Luzern, 
5. März 2020)

Rund 7500 Betriebe im Kanton Luzern haben Kurzarbeit angemeldet. Darunter sind auch die öffentlichen Unternehmen Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) und das Luzerner Kantonsspital (Luks).

Die VBL haben von der zuständigen Behörde WAS wira Luzern einen positiven Bescheid auf das Gesuch erhalten, wie Sprecher Sämi Deubelbeiss sagt. Es sei jedoch unsicher, ob die Kurzarbeit im öffentlichen Verkehr erlaubt werde.

Hintergrund ist ein Disput zwischen Bundesamt für Verkehr (BAV) und Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Das BAV hat alle konzessionierten Transportunternehmen aufgefordert, Gesuche zu stellen. Das Seco wiederum lehnt das ab, weil diese Betriebe kein Konkursrisiko tragen würden.

Die Frage, ob Unternehmen wie die VBL von Kurzarbeit profitieren können, ist demnach noch immer ungeklärt. Auch wie viele Personen bei den VBL betroffen sein könnten, kann Deubelbeiss nicht beantworten. Dies könne man erst, «wenn die Kurzarbeit definitiv bewilligt ist und wir die Eingabe machen».

Kantonsspital hüllt sich in Schweigen

Das Luks hat Anfang April bekannt gegeben, ein Gesuch für Kurzarbeit zu stellen. Dies, weil im Zuge der Vorbereitungen auf eine mögliche Welle von Coronapatienten der Regelbetrieb eingeschränkt wurde.

Auf Anfrage will das Luks nicht sagen, ob das Gesuch bewilligt worden sei. Auch Fragen zu den betroffenen Abteilungen und der Anzahl Personen bleiben unbeantwortet. Ein Sprecher verweist auf WAS wira, was den «Stand des Antrags» betrifft.

Dort heisst es, dass die Behörde aus Datenschutzgründen keine Auskunft zu einzelnen Firmen geben kann. Doch: «Von Spitälern oder Kliniken im Kanton Luzern oder mit Sitz im Kanton wurden Voranmeldungen eingereicht. Alle wurden bewilligt.»