KURZZEITGYMNASIUM: Parlamentskommission will Übertritt ab der dritten Klasse

Im Kanton Luzern will die zuständige Parlamentskommission, dass Sekundarschüler weiterhin nicht nur nach der zweiten, sondern auch nach der dritten Klasse ins Kurzzeitgymnasium übertreten können.

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Bild: Keystone

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Die Kommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK) teilte am Montag mit, sie nehme den entsprechenden Planungsbericht des Regierungsrates ablehnend zur Kenntnis. Der Übertritt von der dritten Sekundarklasse in das Kurzzeitgymnasium solle weiterhin möglich sein.

Der Regierungsrat möchte, dass der Übertritt ins Kurzzeitgymnasium grundsätzlich nach der zweiten Sekundarklasse erfolgt. Er macht dafür nicht nur finanzielle Gründe geltend, sondern auch solche der Bildungseffizienz.

Die EBK dagegen findet grossmehrheitlich, dass aus pädagogischer und entwicklungspsychologischer Sicht die Türen zum Kurzzeitgymnasium nach der dritten Sekundarklasse offen stehen sollten. Dieser Weg beanspruche zwar mehr Zeit, doch sei dieser oft gewinnbringend im Leben.

Der Kanton würde bei einem Systemwechsel seine Kosten ab dem Schuljahr 2020/2021 um 2,3 Millionen Franken senken können. Bei den Gemeinden würden Mehrkosten anfallen. Der Kantonsrat hatte die Änderung bereits 2012 bei der Budgetdebatte abgelehnt.

sda/pz