LADENÖFFNUNG: Die Luzerner FDP hadert mit ihrer Jungpartei

Die Jungfreisinnigen wollen das Ladenschlussgesetz abschaffen. Doch viele FDPler auf dem Land haben Angst, sich damit die Finger zu verbrennen.

Luzia Mattmann
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Nach Ladenschluss: der Luzerner Maurus Zeier, Co-Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, vor dem Volg in Geuensee. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Nach Ladenschluss: der Luzerner Maurus Zeier, Co-Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, vor dem Volg in Geuensee. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Über 200 FDP-Delegierte werden am Dienstag in Schenkon ihre Parolen für die Abstimmung vom 9. Juni fassen. Im Kanton Luzern wird über eine Totalliberalisierung des Ladenschlussgesetzes abgestimmt – die Initiative stammt von den Jungfreisinnigen. Ob die Mutterpartei ihrer Jungpartei den Rücken stärkt, ist aber alles andere als klar: Vor allem in den Ortsparteien stösst die Initiative teils auf grosse Skepsis.

«Typisch freisinnig»

Nun fürchten die Jungfreisinnigen gar, dass die FDP ihrer Initiative die Unterstützung versagen könnte. Maurus Zeier, Co-Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz und ehemaliger Präsident der Jungfreisinnigen Stadt Luzern: «Bei der Ladenschluss-Initiative handelt es sich um ein typisch freisinniges Anliegen. Aber die Gefahr ist da, dass manche Delegierte wohl zu sehr auf Volkes Meinung spekulieren.» In den letzten Jahren hatte das Stimmvolk von Luzern nämlich gleich zweimal eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten abgelehnt – und dies bei Vorlagen, die wesentlich weniger weit gingen als die Initiative der Jungfreisinnigen.

«Nicht mehr ins Zeug legen»

Der Enthusiasmus, sich für liberalere Ladenöffnungszeiten einzusetzen, scheint bei der FDP tatsächlich etwas verflogen. Auch Befürworter der Initiative wollen sich nicht die Finger verbrennen. Kantonsrätin Hildegard Meier-Schöpfer, selbst Unternehmerin mit einem Geschäft in Willisau, hatte für die Teilliberalisierung der Ladenöffnungszeiten im letzten Jahr gekämpft – und gibt sich heute ernüchtert. «Grundsätzlich bin ich auch für die Initiative der Jungfreisinnigen, aber ich möchte mich nicht mehr so ins Zeug legen», sagt sie. Im Abstimmungskampf im letzten Jahr sei mit harten Bandagen gekämpft worden. Nicht alle Kunden, Geschäftspartner und Bekannten waren begeistert vom Engagement der FDP-Frau und haben dies auch entsprechend kundgetan.

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