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Ladenöffnungszeiten: 2013 wieder an der Urne

Im Kanton Luzern müssen die Läden samstags weiterhin um 16 Uhr schliessen. Die Stimmbürger lehnen längere Ladenöffnungszeiten ab. Die Jungfreisinnigen halten an ihrer Initiative fest.
Sie kämpften erfolgreich gegen längere Ladenöffnungszeiten: von links: Giuseppe Reo, Regionalsekretär Unia-Zentralschweiz; Markus Gehrig, CVP-Kantonsrat; Arlette Fischer; Marcel Budmiger, SP-Grossstadtrat; Sebastian Dissler, SP-Sekretär. (Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ)

Sie kämpften erfolgreich gegen längere Ladenöffnungszeiten: von links: Giuseppe Reo, Regionalsekretär Unia-Zentralschweiz; Markus Gehrig, CVP-Kantonsrat; Arlette Fischer; Marcel Budmiger, SP-Grossstadtrat; Sebastian Dissler, SP-Sekretär. (Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ)

Die Stimmberechtigten haben eine Revision des Ladenschlussgesetzes mit 54,5 Prozent (60'966 Nein zu 50'873 Ja) abgelehnt. Die Stimmbeteiligung betrug 44,1 Prozent. Damit haben die Detaillisten, Gewerkschaften und Linksparteien mit ihrem Referendum einen Erfolg erzielt. Die Stimmberechtigten folgten ihren Argumenten, dass längere Ladenöffnungszeiten weder im Interesse des Ladenpersonals noch der kleinen Läden sei.

Die bürgerlichen Parteien betonten vergeblich die Notwendigkeit einer Liberalisierung. Das Einkaufsverhalten habe sich geändert, und viele würden das Geld in den Nachbarkantonen ausgeben, weil dort die Läden länger offen hätten als im Kanton Luzern.

Die Vorlage sah zudem vor, die Ladenschlusszeiten vor Feiertagen (Ausnahmen: Feiertage, die auf Sonntage fallen sowie Weihnachten und Neujahr) von 17 Uhr auf 18.30 Uhr zu verschieben.

Landschaft für Status Quo

Auf dem Land war der Widerstand gegen eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten am stärksten. Im Entlebuch lag der Ja-Stimmen- Anteil unter einem Drittel, in den Wahlkreisen Willisau und Sursee zwischen 35 und 40 Prozent, in Hochdorf bei 44,5 Prozent. In diesen vier Wahlkreisen sagte nur Sempach Ja.

Der Wahlkreis Luzern-Land stimmte den gelockerten Ladenschlusszeiten knapp mit 51 Prozent Ja zu; 12 der 17 Gemeinden befürworteten die Vorlage. Der Wahlkreis Luzern-Stadt hiess die Vorlage mit einem Ja-Stimmenanteil von über 54 Prozent gut.

2013: Totale Liberalisierung?

Im Kanton Luzern war bereits vor sechs Jahren eine Vorlage zu den Ladenschlusszeiten gescheitert. Allerdings hatte es sich damals um eine weitergehende Liberalisierung gehandelt. Eine totale Liberalisierung fordert eine hängige Initiative der Jungfreisinnigen, die im Januar eingereicht worden ist. Die Jungfreisinnigen wollen an ihrer Initiative festhalten, wie sie in einer Medienmitteilung festhalten. Die Initiative wird nun vom Kantonsrat behandelt. 2013 soll darüber abgestimmt werden.

Eine weitere Neuerung hätte den Abendverkauf in Fusionsgemeinden betroffen. Nun ist unklar ist, wie es in der Stadt Luzern beim Abendverkauf weitergeht. Denn die Praxis mit drei Abendverkäufen ist eigentlich illegal.

sda/rem/tos

Diese Gemeinden sagten Ja

Honau 66,7 Prozent
Meggen 65,0 Prozent
Gisikon 60,7 Prozent
Greppen 60,4 Prozent
Meierskappel 58,5 Prozent
Adligenswil 58,0 Prozent
Weggis 56,5 Prozent
Udligenswil 55,6 Prozent
Stadt Luzern 54,4 Prozent
Vitznau 53,4 Prozent
Ebikon 52,2 Prozent
Horw 51,7 Prozent
Buchrain 51,5 Prozent

Mehr zur verworfenen Revision des Ladenschlussgesetzes lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonenntIn kostenlos im E-Paper.

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