Lärmende Auto- und Motorradposer in Luzern: SP, GLP und Juso wollen Auskunft

Auto- und Motorradposer waren in letzter Zeit vermehrt in den Schlagzeilen. Die Stadtluzerner SP- Juso- und GLP-Fraktionen reichen eine Interpellation zu dieser Szene in der Stadt Luzern ein.

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(se) Vermehrt werden auf den Strassen übermotorisierte und laute Gefährte ausgemacht – darunter auch illegal aufgemotzte Fahrzeuge. Cyrill Studer Korevaar und Yannick Gauch im Namen der SP- und Juso-Fraktion sowie Daniel Lütolf und Jules Gut im Namen der GLP-Fraktion verlangen nun vom Stadtrat Auskunft. In ihrer Interpellation stören sie sich, dass der Strassenlärm mit Flüsterbelägen und Lärmschutzwänden reduziert werde, währenddessen mit Klappauspuffen, Soundgeneratoren und hochtouriger Fahrweise von einigen Autofahrern unnötig hohe Lärmbelastungen produziert werden. Dabei gebe es auch Unternehmen, die solche Fahrzeuge stundenweise vermieten.

So möchten die Unterzeichner der Interpellation wissen, welche Strecken besonders beliebt seien und wie sich die aktuelle Situation trendmässig verändern werde. Auch die Art der technischen Manipulationen und die Rolle der Vermieter von solchen Fahrzeugen ist von Interesse. In diesem Zusammenhang stelle sich auch die Frage, wie solche manipulierten Fahrzeuge trotz obligatorischer Motorfahrzeugkontrolle überhaupt auf die Strasse gelangen.

Wie dagegen vorgehen?

In der Interpellation wird vom Stadtrat um Antwort gebeten, ob aktuelle Vorschriften im Moment vollzogen werden können. So sei «die dröhnende Fahrweise im Siedlungsgebiet und die Manipulation von Auspuffanlagen» bereits verboten. Wie in der EU, gilt auch in der Schweiz aktuell eine Obergrenze von 80 Dezibel für Fahrzeuge. In Deutschland werden Lärmverursacher aber seit kurzem verstärkt geahndet. Überschreite ein Fahrzeug die Geräuschemission von 80 Dezibel erheblich, sei automatisch der Beweis erbracht, dass unerlaubte Hilfsmittel eingesetzt würden.

In der Stadt Luzern stehen zur Kontrolle sogenannte Lärmblitzer zur Diskussion. Dabei wird anstatt der Geschwindigkeit die Lärmbelastung gemessen. Das Interpellationskomitee verlangt Auskunft, wo deren Entwicklung im Moment stehe und wie die Stadt Luzern auf einen möglichst baldigen Einsatz einwirken könne. Ausserdem wird der Stadtrat um Antwort geben, welche zusätzlichen Massnahmen man sich vorstellen könne, um Auto- und Motorradposern deutlich zu reduzieren oder gar ganz zu unterbinden.