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LÄRMSCHUTZ: A-2-Abschnitt soll künftig leiser werden

Zwischen Reiden und Sursee soll bis 2020 die Autobahn saniert werden. Was ist geplant? Wie stark wird der Verkehr behindert? Wir liefern Antworten.
Stephan Santschi
Das Lärmschutzprojekt mit höheren Schutzdämmen und einem lärmarmen Belag zwischen Sursee und Reiden soll bis 2020 realisiert werden. (Bild Nadia Schärli)

Das Lärmschutzprojekt mit höheren Schutzdämmen und einem lärmarmen Belag zwischen Sursee und Reiden soll bis 2020 realisiert werden. (Bild Nadia Schärli)

Stephan Santschi

Wer baut?

Seit 2008 fungiert das Bundesamt für Strassen (Astra) auf den Autobahnen als Bauherrin. Bis zum 31. März 2015 sollte es alle Schweizer Nationalstrassen lärmtechnisch sanieren, nur 90 Prozent des Pensums konnten allerdings umgesetzt werden. Als eines der letzten Projekte wird nun der Abschnitt der A 2 zwischen Reiden und Sursee erneuert.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Bis am letzten Dienstag ist das Lärmschutzprojekt in Reiden, Dagmersellen und Knutwil öffentlich aufgelegen. Ob es Einsprachen gegeben hat, ist nicht bekannt. «Wenn es optimal läuft, haben wir in einem Jahr die Baubewilligung. Die Instandsetzung zwischen Uffikon und Sursee ist auf 2018/19 geplant. Jene zwischen Reiden und Uffikon für 2020», erklärt Esther Widmer, Astra-Sprecherin der Region Zentralschweiz.

Was gehört zum Lärmschutz?

Auf 16 Kilometern wird zwischen Reiden und Sursee ein lärmarmer Deckbelag eingesetzt. Der 400 Meter lange Lärmschutzdamm bei Uffikon wird von 2 auf 3,5 Meter erhöht. Anschliessend ist Richtung Süden eine 3,5 Meter hohe und 550 Meter lange Lärmschutzwand geplant. Die Lärm mindernde Wirkung des Belags nimmt nach einigen Jahren ab. Er bleibt jedoch bis zum Ende seiner Gebrauchstauglichkeit (2035) 2 bis 3 Dezibel leiser als ein konventioneller Belag. «Das entspricht energetisch zirka einer Halbierung des Verkehrs», berichtet Widmer.

Was heisst lärmarmer Belag?

«Ein lärmarmer Belag hat eine feine Oberfläche, die weniger Lärm entstehen lässt, und einen grösseren Hohlraum­gehalt, der einen Teil des entstehenden Lärms schluckt», informiert das Bundesamt für Umwelt. Laut einer Prognose für das Jahr 2030 sollen zwischen Reiden und Sursee rund 86 Prozent aller Gebäude, bei denen der Grenzwert ohne Massnahmen überschritten würde, geschützt sein.

Was geschieht mit dem Rest?

Laut besagter Prognose werden bis ins Jahr 2030 25 von 174 Gebäuden nicht ausreichend gegen den Autobahnlärm geschützt sein. Wird der Alarmwert überschritten, müssen die Eigentümer des Gebäudes die Fenster lärmempfindlicher Räume gegen Schall dämmen. Für die restlichen Liegenschaften, bei denen «lediglich» eine Überschreitung der Immissionsgrenzwerte festgestellt wird, sind keine weiteren Massnahmen vorgesehen.

Wie teuer ist die Sanierung?

Die Kosten für sämtliche Massnahmen belaufen sich auf 130 Millionen Franken. Diese Aufwendungen seien vergleichbar mit anderen Projekten ähnlichen Ausmasses, sagt Widmer.

Wird der Verkehr behindert?

«Der Bau ordnet sich dem Verkehr unter» – so lautet die Devise des Bundesamts für Strassen. Heisst konkret: Grosse Verkehrsbehinderungen soll es nicht geben. Widmer hält aber fest: «Im Bereich der Baustelle wird Tempo 80 gelten, und die Fahrspuren sind schmaler. Das erfordert mehr Aufmerksamkeit von den Autofahrern.» Ein vorübergehender Abbau von Spuren ist nicht geplant. Während zwischen Uffikon und Sursee eine Dauerbaustelle vorgesehen ist, wird zwischen Reiden und Uffikon nur nachts gearbeitet.

Was wird sonst gemacht?

Die gewellte Fahrbahn auf Höhe Uffiker Moos wird geebnet. Es werden Entwässerungsleitungen, Leitplanken und Zäune erneuert. Zudem sollen drei Wildtierkorridore errichtet werden – einer ab 2018 bei Knutwil und zwei nach 2020 auf der Höhe von Langnau bei Reiden und Neuenkirch. Ferner stehen bei Uffikon, beim Eriswiler­graben und in Sursee drei Anlagen für die Strassenabwasserbehandlung in Aussicht.

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