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Lagerdraht: Zentralschweizer Wikinger nehmen Fahrt auf

Der Lagerdraht unserer Zeitung wird heuer zum 43. Mal durchgeführt. Über 340 Organisationen aus der ganzen Zentralschweiz berichten aus ihren Lagern. Ein Blick in die Statistiken zeigt: Vor allem mystische Mottos sind gefragt.
Niels Jost
Packen für’s zweiwöchige Lager: die Hünen der Jungwacht Alpnach. (Bild: Corinne Glanzmann (Alpnach, 6. Juli 2018))

Packen für’s zweiwöchige Lager: die Hünen der Jungwacht Alpnach. (Bild: Corinne Glanzmann (Alpnach, 6. Juli 2018))

In den kommenden Wochen wird die Geschichte neu geschrieben. Wikinger ziehen Seite an Seite mit Piraten, Rittern, den Göttern des Olymps und sogar Asterix und Obelix aus ihren Zentralschweizer Dörfern in die weite Welt. Dieser Eindruck dürfte zumindest in den nächsten sechs Wochen entstehen. Dann werden wiederum über 340 Pfadis, Jungwachten, Blauringe, Sport- oder andere Vereine aus der Zentralschweiz ins Lager gehen – und ein mottogetreues Programm erleben, versteht sich.

Über ihre Erlebnisse als Wikinger oder Piraten können die Lager täglich in unserer Zeitung berichten. Möglich macht’s der Lagerdraht, welcher heuer zum 43. Mal durchgeführt wird. Über 19800 Kinder, Jugendliche und Leiter haben sich dieses Jahr angemeldet. Dabei fällt auf: Bei den Mottos sind die bereits erwähnten Wikinger, Piraten, Ritter Götter oder eben auch die beiden Gallier Asterix und Obelix hoch im Kurs.

«Ein Motto motiviert die Kinder»

Doch wieso braucht ein Lager überhaupt ein Motto? «Es motiviert die Kinder und macht das ganze Programm viel spannender und lustiger», sagt Ronny Barmettler, Scharleiter der Jungwacht Alpnach. Der 19-Jährige erklärt: «Die Kinder tauchen regelrecht in die Geschichte des Mottos ein. Ohne dieses wäre ein Fussballspiel bloss ein Fussballspiel. Mit Motto erhält das Spiel einen frischen Wind.»

Die 55-köpfige Lagertruppe der Jungwacht Alpnach wird am Montag als Wikinger ins Lager nach Homburg in den Thurgau ziehen. So weit sich Scharleiter Ronny erinnern mag, habe die Jungwacht dieses Motto noch nie gewählt. Es sei aber ein «cooles Volk», das mit all seinen Göttern und Ritualen mit viel Mystik verbunden ist. Daraus könne man gut Spiele oder Geschichten kreieren. «Unser Höhepunkt wird ein Wettkampf auf selbst gebauten Flossen sein», erzählt er. Diese bauen die Lagerleiter zusammen mit den Kindern und Jugendlichen. Alte Traktorschläuche, Holzplatten und -stämme stabil zusammenzubauen sei dabei kein Problem. Schliesslich seien viele Leiter Zimmermänner.

Doch die Flosse sind nicht das Einzige, was die Jungwächtler den nordischen Hünen nachahmen werden. So wird die Truppe ein Wikinger-Schiff samt Turm auf ihrem Lagerplatz erstellen. Die Kinder haben zudem bereits im Vorfeld in ihren Altersgruppen einheitliche Kostüme, einen Helm sowie ein grosses Schild gebastelt. «Das Schild dürfen sie schon auf der Anreise stolz präsentieren», sagt Ronny. Wer am Montag einer Horde kleiner nordischer Mannen mit Helmen und Schildern begegnet, kann also getrost sein: Es handelt sich nur um die Jungwacht Alpnach. Höchst wahrscheinlich.

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