Lammschlucht: Streit um Kraftwerk geht weiter

In der Lammschlucht soll ein Wasserkraftwerk möglich sein. Das sagt die Luzerner Kantonsratskommission - und heizt damit die Diskussionen kräftig an.

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Die Lammschlucht in Flühli. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Die Lammschlucht in Flühli. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

«Wir wollen nicht, dass die Natur in der Lammschlucht verschandelt wird. Aber ein nachhaltiges Wasserkraftwerk soll möglich sein.» Das sagt Heidi Frey-Neuenschwander (CVP, Sempach), Präsidentin der vorberatenden Kommission des Kantonsrats. Diese hat kürzlich den Planungsbericht zur Wasserkraftnutzung im Kanton Luzern beraten.

Die Lammschlucht ist im Bericht als «mit Vorbehalt geeignet» für die Wasserkraft beschrieben. Das Gebiet zwischen Flühli und dem Chlusboden in Schüpfheim gehört zur Unesco-Biosphäre Entlebuch. Derzeit bewerben sich die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) für ein Auslaufwasserkraftwerk in der Lammschlucht. Ausserdem möchte eine private Investorengruppe mittels eines Stausees Energie in der Lammschlucht erzeugen. Ein Wasserkraftwerk in der Lammschlucht könnte Strom für rund 3000 Haushalte liefern.

Es regt sich Widerstand

Bei den Schutzorganisationen regt sich allerdings Widerstand. Der WWF Luzern beispielsweise ist gegen Wasserkraftwerke im Entlebuch. «Wir sehen die Forderung, die letzten naturnahen Gewässer im Kanton für kommende Generationen zu schützen, besonders gut begründet», schreibt der WWF. Auch die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz ist nicht erfreut. «Was ist die Biosphäre denn noch wert, wenn man alles darin bauen kann?», fragt Sprecherin Christine Neff.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.