Landeskirche will sich für Asylbewerber einsetzen

Die Landeskirchen des Kantons Luzern wollen den Behörden helfen, für Asylbewerber menschenwürdige Unterkünfte zu finden. Über die negative Stimmung in der Bevölkerung zeigen sie sich besorgt.

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Die römisch-katholische und die reformierte Kirche erinnern im Schreiben ihre Kirchgemeinden und Pfarrer an den kirchlichen Auftrag. Es gehöre zur Verantwortung der Kirchen, sich für Verfolgte einzusetzen, heisst es im Brief der reformierten Kirche. Die katholische Kirche fordert, sich am Evangelium zu orientieren und sich nicht von politischen Strömungen leiten zu lassen.

Der Kanton hat grosse Mühe, Wohnraum für die Asylsuchenden zu finden. Die öffentliche Diskussion sei von Vorurteilen und Ängsten geprägt, stellen die Kirchen fest. Sie zeigen sich besorgt über die Atmosphäre, die an öffentlichen Versammlungen zum Thema Asylwesen herrsche.

Beide Kirchen wollen deshalb den Kanton beiloca seinem Auftrag unterstützen, Asylsuchende menschenwürdig zu beherbergen und zu betreuen. Sie bitten die Kirchgemeinden und Pfarrer, Gebäude und Parzellen zu melden, die sich für die Unterbringung von Asylsuchenden eignen könnten. Auch sollen sie sich aktiv in die Diskussionen einschalten.

sda