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LANDESWALLFAHRT: Natur und Spiritualität im Wandern vereint

Bei schönstem Wetter begaben sich am Samstag knapp 200 Mitglieder der katholischen Landeskirche Luzerns nach Einsiedeln. Für drei Buben gab es zur Belohnung eine Übernachtung – und für alle Mütter kostenlose Verpflegung.
Chiara Stäheli
Pilger zwischen Lauerz und Goldau auf dem Weg nach Einsiedeln. (Bild: Dominik Wunderli (12. Mai 2018))

Pilger zwischen Lauerz und Goldau auf dem Weg nach Einsiedeln. (Bild: Dominik Wunderli (12. Mai 2018))

Chiara Stäheli

chiara.staeheli@luzernerzeitung.ch

Seit Jahrhunderten pilgern Leute zu heiligen Stätten. «Das Bedürfnis der Menschen, unterwegs zu sein und sich einem Ziel zu nähern, besteht seit eh und je. Eine Pilgerreise wird diesem allemal gerecht», sagt Alt-Regierungsrat Anton Schwingruber, der die Luzerner Landeswallfahrt nach Einsiedeln 2001 ins Leben gerufen hat. Am Samstag fand diese bereits zum 18. Mal statt.

Mit dabei waren «rekordverdächtige 150 Pilger», wie es der Synodalverwalter Edi Wigger ausdrückte. Er schätzt die Wallfahrt als Gemeinschaftserlebnis: «Wir passen das Tempo beim Gehen an, üben unterwegs die Lieder für das Abendgebet in Einsiedeln und haben dabei wunderbar Zeit, uns auszutauschen.» Das bestätigt auch Hubert Aregger, Präsident des Vereins der Luzerner Wallfahrt: «Man erhält während unserer Reise viele Gelegenheiten für Begegnungen mit Freunden. Es entstehen auch immer wieder neue Bekanntschaften.»

Ebendies steht auch für den Domherrn des Kantons Luzern im Vordergrund: «Die Wallfahrt ist ein religiöses Ereignis. Man erfährt durch die vielen Gespräche häufig von Schwierigkeiten anderer Kirchenmitglieder und nimmt diese Personen dann ins Gebet auf», so Markus Thürig, der als Domherr die Pilgerleitung innehat.

Eine, die bereits zum neunten Mal die 45 Leistungskilometer von Luzern nach Einsiedeln unter die Füsse genommen hat, ist Ottilia Scherer aus Hitzkirch. Sie ist Synodenmitglied und Wallfahrtsfan gleichermassen: «Das Pilgern ist eine Kultur, die mich mit der Natur und der Spiritualität vereint. Auch die soziale Verknüpfung unter den Teilnehmenden ist grossartig.» Es sei ihr wichtig, diese Kultur weiter zu fördern und sie der heutigen Zeit anzupassen.

Training und Motivation helfen auf dem Weg

Dass dies der Landeskirche bereits gelingt, zeigt sich am Beispiel der Familie Muheim aus Greppen. Luzia und Christan Muheim nahmen mit ihren drei Buben zum ersten Mal an der Wallfahrt teil. «Wir wollten schon immer einmal nach Einsiedeln wandern», sagt der 10-jährige Adrian. Er und seine beiden Brüder sind auch nach mehr als der Hälfte der Strecke noch topfit. Vater Christian kennt den Grund: «Wir gehen oft in die Berge – daher sind die Kinder trainiert. Und ihre Motivation macht das Wandern natürlich auch deutlich leichter.» Als Belohnung für den anstrengenden Tag übernachtete die Familie anschliessend in Einsiedeln – ein Höhepunkt für die drei Buben. Dass er sich als Landwirt trotz prächtigen Wetters auf den Weg nach Einsiedeln gemacht hat, «rechnet die Landeskirche Christian Muheim und seiner Familie hoch an», meint Synodalverwalter Edi Wigger.

Wer lieber radelt als geht, der konnte am Samstag an der zum vierten Mal durchgeführten Velo-Wallfahrt teilnehmen. Knapp 30 Velofahrer nahmen sich der Tour an und erreichten unfallfrei das Ziel.

Gestern Sonntag ging der offizielle Teil der Landeswallfahrt über die Bühne. In diesem Jahr gestaltete das Dekanat Luzern-Habsburg die Gottesdienste vom Sonntag mit.

Regierung und Kantonsrat vertreten

Nebst den zahlreichen Pilgern – viele von ihnen reisten am frühen Morgen mit dem Bus oder Zug an – waren auch Regierungspräsident Guido Graf und Kantonsratspräsidentin Vroni Thalmann vor Ort. Mit ihrer Anwesenheit wird verdeutlicht, dass die Reise der Landeskirche nach Einsiedeln nach wie vor ein gemeinsamer Termin der katholischen Kirche und dem Staat ist. Da gestern zugleich Muttertag gefeiert wurde, durften sich mittags alle Mütter und Frauen kostenlos in verschiedenen Einsiedler Lokalen verpflegen.

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