Landkolumne
Landauf, landab: Fast ein Haustier

Journalistin Luzia Mattmann sinniert über den Wunsch ihrer Kinder für ein Haustier. Und wie sie eine Alternative fand.

Luzia Mattmann
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Wir diskutieren bei uns zu Hause in letzter Zeit immer wieder mal das Thema Haustier. Der Grosse möchte gern einen Hund. Der Kleine ein Pony und ein Pferd.

Luzia Mattmann.

Luzia Mattmann.

Auch für die Unterbringung der Tiere haben sie sich schon einiges überlegt: Der Hund soll einfach bei uns in der Wohnung wohnen, für Pferd und Pony sollen auf dem Trottoir neben dem Haus Stallungen gebaut werden. So richtig vorwärts geht es mit den Plänen aber nicht.

Da bekam ich letzthin plötzlich ein überraschendes Paket von einer Freundin. Es war etwa so gross wie eine Schuhschachtel und beinhaltete eine Kartonkiste. Auf der Vorderseite konnte man ein perforiertes Fensterchen herausbrechen und es kam ein Sack Erde zum Vorschein. Diesen musste man wiederum einschneiden und die Schnittstellen täglich mit Wasser besprühen.

Nach einigen Tagen passierte es: Erst zeigten sich kaum sichtbare Erhebungen. Dann spross es wie wild: Die Pilze waren da!

Die Kinder fanden das sehr toll und besprühten die werdenden Pilze wie verrückt. Man konnte ihnen förmlich zusehen beim Wachsen. Schon bald ging’s ans Ernten, was wir alle sehr schade fanden. Denn die Kreaturen waren uns schon sehr ans Herz gewachsen – fast wie ein Haustier.

Jetzt sehen wir uns halt nach einem Hund um, der froh ist um einen Spaziergang. Oder besuchen weiter die Pferde und Ponys auf dem Reiterhof. Wer weiss, vielleicht klappt es ja irgendwann mit einem richtigen Haustier.

Hinweis: Am Freitag äussern sich jeweils Gastkolumnisten und Redaktoren unserer Zeitung zu einem frei gewählten Thema.