LANDSCHAFTSSCHUTZ: Der Richtplan-Entwurf wird heftig kritisiert

Der Landschaft wird im Entwurf zum Richtplan des Kantons Luzern zu wenig Beachtung geschenkt. Zu diesem Urteil kommt der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSVV).

Drucken
Teilen
Abendrot über dem Vierwaldstättersee. (Bild Beat Blättler/Neue LZ)

Abendrot über dem Vierwaldstättersee. (Bild Beat Blättler/Neue LZ)

Der Entwurf wird der «ausserordentlich vielfältigen» Landschaft des Kantons Luzern sowohl in wirtschaftlicher (Tourismus, Wohn- und Firmenstandort) und gesellschaftlicher (Wohnumfeld, Freizeit und Erholung) Hinsicht als auch in Bezug auf die naturräumlichen Aspekte nicht gerecht, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Verbindliche Strategie
Der LSSV fordert deshalb, dass im neuen Richtplan die Landschaft unter einem einheitlichen und auch ästhetischen Gesichtspunkt besser zu Geltung kommt und eine verbindliche Strategie zur Landschaftsentwicklung vorgegeben wird. Er verweist auf die aktuell laufende «Charta für eine gemeinsame Entwicklung des Landschaftraumes Vierwaldstättersee».

Weiterhin macht sich der LSVV dafür stark, dass die Landschaftsqualität sowohl innerhalb wie ausserhalb der Siedlungsgebiete muss besser gesichert werden müsse. Dies erfordere ein Instrument, das fachlich kompetent und unabhängig die Landschaftsentwicklung überprüft und bewertet. Der LSSV wehrt sich gegen die vorgeschlagen Öffnung der Landwirtschaftszone und die Neuschaffung von «exklusiven Wohnlagen» im ländlichen Raum, weil dadurch die Zersiedlung und Mobilität gefördert wird und Rechtsungleichheiten geschaffen werden, wie es weiter heisst.

scd