LANDWIRTSCHAFT: Bauern müssen sich mit Umbau sputen

Die Bauern haben noch bis Ende August Zeit, ihre Ställe an die Tierschutzvorschriften anzupassen. Nicht alle werden es wohl schaffen.

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Kann sich dank umgebautem Stall besser bewegen: Ein Aufzuchtrind in Neuenkirch. (Bild Manuela Jans)

Kann sich dank umgebautem Stall besser bewegen: Ein Aufzuchtrind in Neuenkirch. (Bild Manuela Jans)

lm. Seit 2008 sind die neuen Tierschutzvorschriften in Kraft getreten. Die Bauern hatten nun fünf Jahre Zeit, um ihre Ställe den Vorschriften anzupassen. Am 31. August dieses Jahres läuft diese Frist aus.

Doch wie es aussieht, werden nicht alle Bauern diese Frist einhalten können. Die Firma Krieger AG in Ruswil etwa versucht, möglichst alle Kundenanfragen noch rechtzeitig zu erledigen. Für grössere Projekte wird die Zeit jedoch bald eng, insbesondere wenn die Finanzierung noch nicht geregelt ist. «Wir hoffen, dass wir das Gröbste bis Ende Jahr erledigt haben, aber bis im September könnte es für einige sehr knapp werden», sagt Josef Amstutz, Projektleiter von der Firma Krieger. «Manche Bauern haben das Ganze wohl unterschätzt und geglaubt, dass sie von der Gesetzesänderung nicht betroffen seien.»

Mindestmasse sind heute zu klein

Die grössten Auswirkungen haben die Vorschriften für Bauern mit Anbindeställen, die vor 1981 errichtet wurden. Diese hatten nämlich kleinere Mindestmasse, als sie das Tierschutzgesetz heute fordert. Inzwischen sind die Kühe durch Zucht auf Milchleistung so gross geworden, dass die damals geltenden Mindestmasse heute zu klein sind und die Kühe zum Beispiel wegen des fehlenden Platzes nicht mehr alle auf einmal liegen können.

Vor allem im Berggebiet, wo es noch relativ viele Anbindeställe gibt, müssen Ställe angepasst werden. Total gibt es im Kanton Luzern derzeit rund 4200 Halter von Rindvieh.

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