LANDWIRTSCHAFT: Bauern sind nebenberuflich jetzt auch Betreuer

Pflegekinder, Behinderte, Alzheimerkranke, Kleinkinder: Die Bauern haben Betreuungsangebote als Erwerbszweig entdeckt.

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Robert Portmann und der Landwirtschaftslehrling Marcel Röösli (rechts) leben auf dem Hof zusammen mit suchtkranken Menschen. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Robert Portmann und der Landwirtschaftslehrling Marcel Röösli (rechts) leben auf dem Hof zusammen mit suchtkranken Menschen. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Heidy und Robert Portmann haben einen speziellen Nebenverdienst: Auf ihrem Hof in Buttisholz betreuen sie seit mehr als neun Jahren mit einigen Unterbrüchen Sucht- und Psychischkranke. Die beiden sind angestellt beim Drogen Forum Innerschweiz.

Portmanns sind nicht die einzige Bauernfamilie, die als Nebenverdienst Personen auf ihrem Hof betreut. Auch Kinderkrippen, Tagesfamilien, Betreuung von Menschen mit Demenz oder Ferienplätze für Behinderte sind vermehrt auf Bauernhöfen zu finden.

Maya Würsch vom Drogenforum Innerschweiz findet Bauernbetriebe sinnvoll. Sie warnt aber: «Auf keinen Fall dürfen platzierte Leute als billige Arbeitskräfte missbraucht werden.» Reich werde man abgesehen davon nicht mit der Betreuung. Pro Tag werden rund 90 Franken berechnet, inklusive Kost und Logis.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.