LANDWIRTSCHAFT: Gülleunfälle häufen sich massiv

Im Kanton Luzern ist es seit Anfang Jahr 28 Mal zu Gewässerverschmutzungen durch Gülle gekommen. Ein Grund: die nasse Witterung.

Susanne Balli
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Ein Bauer beim Düngen seines Feldes. (Bild: Keystone/Arno Balzarini)

Ein Bauer beim Düngen seines Feldes. (Bild: Keystone/Arno Balzarini)

Die Statistik der Umweltschutzpolizei spricht eine klare Sprache: Von Jahresbeginn bis und mit Juni ist es im Kanton Luzern bereits zu 42 Gewässerverschmutzungen gekommen, in 28 Fällen durch Gülle. Alleine im vergangenen Monat kam es zu 10 Vorfällen mit Gülle. Im Vergleich: Im gesamten Vorjahr wurden 30 Fälle von Gewässerverunreinigungen durch Gülle verzeichnet.

«Dieses Jahr ist die Situation besonders schwierig», sagt Fritz Birrer von der kantonalen Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa). «Wegen der sehr nassen Witterung in der ersten Jahreshälfte war es für die Landwirte witte­rungsbedingt problematisch, die Gülle auszubringen, es gab nur wenige Gelegenheiten», so Birrer. Der Boden sei vernässt, Gülle sickere ein und gelange über Drainagen in die Gewässer und verschmutze diese.

Jakob Lütolf, Präsident des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbandes, sagt: «Wir gehen leider davon aus, dass es heuer mehr solche Vorfälle geben wird als in anderen Jahren.»

Gemäss Lawa drohen bei Gülleunfällen Bussen bis zu 2000 Franken. Zudem können Direktzahlungen gekürzt werden. Im Jahr 2012 war dies bei 26 Landwirtschaftsbetrieben der Fall.

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