LANDWIRTSCHAFT: Kälteperiode - Jetzt droht der Gülle-Notstand

Seit Ende Oktober dürfen die Bauern nicht mehr güllen. Manche tun es trotzdem. Denn der Platz im Güllenloch wird knapp.

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Verboten: Gülle im Schnee. (Bild Josef Reinhard/Neue OZ)

Verboten: Gülle im Schnee. (Bild Josef Reinhard/Neue OZ)

Manche Landwirte haben nach drei Monaten Güllestopp die Gülle trotzdem auf gefrorene Böden ausgebracht. Das ist verboten, weil die Gülle nicht in den Boden einzieht und stattdessen in Gewässer fliessen kann.

Doch manche Landwirte wissen nicht mehr, wohin mit ihrer Gülle. «Wir bearbeiten derzeit mehrere laufende Verfahren aus allen Regionen des Kantons», sagt Urs Wigger, Mediensprecher der Kantonspolizei Luzern. «Manchmal sind es Nachbarn, welche die Landwirte anzeigen, manchmal fotografiert ein Spaziergänger die Wiesen und manchmal gehen die Anzeigen direkt beim Amtsstatthalter ein.»

Den angezeigten Bauern drohen Busse und Kürzung der Direktzahlungen. Von mehreren angefragten Bauern wollten sich nur wenige äussern. Schnell ist der Vorwurf geäussert, ein Bauer habe einfach falsch geplant, ein zu kleines Güllenloch oder womöglich schon auf den gefrorenen Boden gegüllt.

Luzia Mattmann

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.