LANDWIRTSCHAFT: Kehrt der Feuerbrand zurück?

Die nächsten Wochen werden darüber entscheiden, wie stark der Feuerbrand heuer wütet. Bienen könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Ismail Osman
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Ein Bauer setzt Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Feuerbrand ein. (Archivbild Neue LZ)

Ein Bauer setzt Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Feuerbrand ein. (Archivbild Neue LZ)

Die Bäume stehen derzeit in voller Blüte. Darunter auch Luzerns Kernobstbäume. Ob und wie sich der Feuerbrand ausweitet, hängt stark von den Temperaturen während der Blütephase im April und Anfang Mai ab.

Der Verlauf des Feuerbrands bleibt aber unberechenbar, wie Heinrich Hebeisen vom Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung erklärt: «Das letzte Jahr verlief vergleichsweise ruhig. Vorausschauende Prognosen können aber nur sehr beschränkt getätigt werden.» Konkret verweist Hebeisen etwa auf die Drei-Tage-Feuerbrand-Blüteninfektionsprognose des Bundes. Dazu werden Klimadaten von Kleinwetterstationen in der ganzen Schweiz genutzt, um einen Schwellenwert zu eruieren. Wird dieser Schwellenwert (über 15,6 Grad Wärme und genug Regen oder Tau) überschritten, spricht man von sogenannten Risikotagen. «

Übertragung auch durch Biene

Der Feuerbrand kann auf verschiedenste Weise übertragen werden, während der jetzigen Blütezeit auch durch Bienen, die von Blüte zu Blüte fliegen und dabei auch die schädlichen Bakterien von Baum zu Baum tragen. «Der Verband Luzerner Imkervereine, der Luzerner Obstbauernverein und die Dienststelle Landwirtschaft und Wald rufen jedoch alle Imker auf, freiwillig an der Eindämmung des Feuerbrandes mitzuhelfen.» Laut Hebeisen soll an und am Vortag von Risikotagen auf das Verstellen der Bienen verzichtet werden.