LANDWIRTSCHAFT: Tierärzte auf dem Land werden knapp

In der Zentralschweiz werden die Viehdoktoren rar. Jungen ist der Job oft zu streng.

Luzia Mattmann
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Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext (Bild Pius Amrein)

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Eigentlich ist der Beruf Tierarzt beliebt: Viele junge Männer und vor allem Frauen studieren Tiermedizin. Doch viele haben kein Interesse, als Grosstierärztinnen zu arbeiten und Kühe, Schweine und Schafe zu untersuchen. Viel lieber arbeiten Sie in einer Kleintierpraxis, wo die Arbeitsverhältnisse weniger rau sind und sie mehr oder weniger geregelte Arbeitszeiten haben. Josef Risi, Kantonstierarzt der Urkantone (dazu gehören Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden), sagt: «In vielen Praxen erreichen die Tierärzte bald das Pensionsalter. Spätestens für die nächsten zehn Jahren befürchten wir ein ernsthaftes Problem. Vor allem in abgelegenen Gebieten mit geringer Tierdichte finden sich kaum noch junge Tierärzte, die im Bereich Nutztiere arbeiten möchten: Die Wege sind lang, der Verdienst entsprechend tief und der Job wenig erstrebenswert für junge Tierärzte, schreibt auch die «Bauern Zeitung».

Trend: Hightech-Medizin

Josef Risi nennt weitere Gründe für den Mangel an Nutztierärzten: «Der Kostendruck in der Landwirtschaft ist oft so gross, dass sich der Bauer eher überlegt, ein Tier zu schlachten, als den Tierarzt zu holen.» Tierarzt Josef Müller aus Hitzkirch fügt an: «Der Tierhalter will viele Behandlungen selbst vornehmen und der Tierarzt soll ihn dabei – möglichst gratis – beraten. Ausserdem gibt es sehr viele einengenden gesetzlichen Vorschriften und Kontrollen.»