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LANGFINGER: Diebstahl-Hochsaison: Polizei warnt vor Kriminaltouristen

Wer jetzt Weihnachtsmärkte besucht, sollte vorsichtig sein. Derzeit treiben Diebe ihr Unwesen. Meist kommen die Täter aus Rumänien und ergaunern das Bargeld mit Tricks.
Yasmin Kunz
In Luzern kommt es immer wieder zu Taschendiebstählen (gestellte Szene). (Bild: Archiv Neue LZ)

In Luzern kommt es immer wieder zu Taschendiebstählen (gestellte Szene). (Bild: Archiv Neue LZ)

Derzeit ist Hochsaison für vorwiegend aus Rumänien stammende Kriminaltouristen. «Wir erhalten zur Zeit fast täglich Meldungen von Taschendiebstählen», sagt Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft.

Dabei zeige sich quasi immer dasselbe Muster: Die Täter suchen sich für die Diebstähle Orte auf, wo sich viele Menschen aufhalten – wie etwa Weihnachtsmärkte. Darum sei dort besondere Vorsicht geboten (siehe Kasten). Oftmals beobachten die Kriminaltouristen mögliche Opfer schon an Bankautomaten, um sie dann gezielt zu verfolgen. «Die Täter sind skrupellos. Sie wissen genau, dass die Passanten aktuell mit grösseren Bargeldbeträgen unterwegs sind. Das nützen sie schamlos aus, um sich zu bereichern.»

So auch die zwei Taschendiebinnen, die vergangenen Freitagabend von der Luzerner Polizei festgenommen worden sind. Die beiden 31-jährigen Frauen wurden dabei erwischt, wie sie versucht haben, eine Touristin abzulenken, um sie zu bestehlen. Die Polizei konnte Bargeld und mutmasslich gestohlenen Schmuck sicherstellen.

Diebe geben sich als Minderjährige aus

Weiter hat die Polizei vier Rumänen festgenommen, die mit einem Trick im Restaurant das Servicepersonal bestohlen haben. Sie gaukelten vor, Geld wechseln zu müssen und ergaunerten dabei Bargeld. Die Polizei konnte die vier Personen am Sonntag an der Obergrundstrasse in Luzern festnehmen. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Die Polizei stellte bei den mutmasslichen Tätern einen vierstelligen Betrag sicher. «Aufgrund des hohen Betrags prüft die Polizei nun, ob die Betrügerbande in anderen Restaurants ebenfalls Geld entwendet hat», sagt Simon Kopp. Bei der Bande handelt es sich um drei Männer und eine Frau, die zwischen 26 und 39 Jahre alt sind.

Alle vier Personen sind in der Schweiz schon wegen diverser Diebstähle und Betrugstatbeständen bekannt. Es ist allerdings schwierig, deren Identität festzustellen, weil sie oftmals keinen Ausweis bei sich tragen. Und das wissen die Betrüger. Darum versuchen sie jeweils, sich als Minderjährige auszugeben, «weil sie wissen, dass man dann eine mildere Strafe erhält». In beiden Fällen führt die Luzerner Staatsanwaltschaft die Untersuchung.

Yasmin Kunz

yasmin.kunz@luzernerzeitung.ch

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