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Langzeitpflege Luzern: Die meisten Pflegestunden werden im Heim erbracht

Im Bereich der Langzeitpflege ist in den letzten Jahren im Kanton Luzern das ambulante Pflege-Angebot stärker gewachsen als das stationäre. Allerdings macht letzteres immer noch den Löwenanteil aus.
Susanne Balli

Die seit 2011 von der Luzerner Bevölkerung in Anspruch genommenen Pflegestunden sind im ambulanten Bereich (Spitex-Organisationen und selbständige Pflegepersonen) um 60 Prozent angestiegen. Im stationären Bereich sind in diesem Zeitraum in den Pflegeheimen 6 Prozent mehr Pflegestunden für Langzeitaufenthalte und 25 Prozent mehr Pflegestunden für Kurzzeitaufenthalte geleistet worden.

Allerdings: «Im Kanton Luzern stützt sich die Langzeitpflege im Vergleich mit anderen Kantonen stärker auf stationäre Angebote», sagte Lustat-Direktor Norbert Riesen an der gestrigen Medienkonferenz. Die Bewohnerinnen und Bewohner würden relativ jung und mit noch geringem Pflegebedarf in ein Heim eintreten. Riesen: «Gesellschaftlich ist aber eine Verlagerung von stationärer zu ambulanter Langzeitpflege erwünscht.»

Insgesamt rund 3,5 Millionen Stunden an pflegerischen Leistungen wurden im Bereich der Langzeitpflege im Jahr 2016 verrechnet. Seit 2011 hat die Zahl der Pflegestunden um insgesamt 13 Prozent zugenommen. «82 Prozent der Pflegestunden sind für stationäre Langzeitaufenthalte in Pflegeheimen erbracht worden und 15 Prozent für ambulante Pflege durch Spitex-Organisationen und selbständige Pflegefachpersonen», sagte Riesen.

15 Prozent weniger stationäre Pflegeplätze

2016 standen der Luzerner Bevölkerung 4978 Plätze in 64 Pflegeheimen für einen stationären Aufenthalt zur Verfügung. Mit der Zunahme des ambulanten Pflegeangebots hat gleichzeitig das Angebot von stationären Pflegeplätzen im Verhältnis zur hochbetagten Wohnbevölkerung im Alter ab 85 Jahren in den letzten Jahren um 15 Prozent abgenommen. 2016 sind 525 Pflegeheimplätze pro 1000 hochbetagte Personen zur Verfügung gestanden. 2010 waren es noch 621 Plätze. «Dennoch ist das stationäre Angebot im Kanton Luzern weiterhin über dem gesamtschweizerischen Schnitt von 457 Plätzen pro 1000 hochbetagte Personen gelegen», führte Riesen weiter aus.

Im Bereich zwischen ambulanten und stationären Angeboten haben sich laut Riesen in den letzten Jahren so genannte intermediäre Strukturen herausgebildet. Sie operieren zwischen den Pflegeheimen respektive Spitälern und der Betreuung daheim. Dazu gehören zum Beispiel Alterswohnungen oder betreutes Wohnen. Nicht für alle intermediären Angebote liegen statistische Daten vor.

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