Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Laudator Bänz Friedli: «Es wäre eine Schande, Emil diesen Preis nicht zu geben»

Der Regierungsrat übergab dem Kabarettisten Emil Steinberger den Anerkennungspreis des Kantons Luzern. Bänz Friedli hielt eine berührende Laudatio – und konnte sich einen Polit-Seitenhieb nicht verkneifen.
Hugo Bischof
«Für mich ein ganz spezielles Erinnerungsfoto», schreibt Maya Steinberger zu diesem Bild. Emil mit Sohn Philipp und den Enkeln Sebastian und Maximilian (Bild: Maya Steinberger, Luzern, 29. April 2019)«Für mich ein ganz spezielles Erinnerungsfoto», schreibt Maya Steinberger zu diesem Bild. Emil mit Sohn Philipp und den Enkeln Sebastian und Maximilian (Bild: Maya Steinberger, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger wird auf der Eventbühne an der Zentralschweizer Frühlingsmesse Luga der Anerkennungspreis des Kantons Luzern verliehen. Regierungsrat Paul Winiker enthüllt das Kunstobjekt, das Teil des Anerkennungspreises ist. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger wird auf der Eventbühne an der Zentralschweizer Frühlingsmesse Luga der Anerkennungspreis des Kantons Luzern verliehen. Regierungsrat Paul Winiker enthüllt das Kunstobjekt, das Teil des Anerkennungspreises ist. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger mit Regierungsrat Paul Winiker, der den Preis übergibt. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019) Emil Steinberger mit Regierungsrat Paul Winiker, der den Preis übergibt. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger freut sich über das Kunstobjekt aus geöltem Nussholz und einem Findlings-Stein von Saskya Germann, das Teil des Preises ist. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger freut sich über das Kunstobjekt aus geöltem Nussholz und einem Findlings-Stein von Saskya Germann, das Teil des Preises ist. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger und Regierungsrat Paul Winiker bei der Preisübergabe. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger und Regierungsrat Paul Winiker bei der Preisübergabe. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger bei seiner Dankesrede auf der Luga-Eventbühne. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger bei seiner Dankesrede auf der Luga-Eventbühne. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger bei seinem Sketch über die Bauernregeln: «Im Januar, im Januar». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger bei seinem Sketch über die Bauernregeln: «Im Januar, im Januar». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger: «Im Februar, im Februar». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger: «Im Februar, im Februar». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger: «Im Juni, im Juni». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger: «Im Juni, im Juni». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil bei seinem Sketch über die Bauernregeln: «Im Dezämber, im Dezämber». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil bei seinem Sketch über die Bauernregeln: «Im Dezämber, im Dezämber». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger bedankt sich bei Ludwig Wicki, der mit einem Ensemble des 21st Century Orchestra die Preisübergabe musikalisch umrahmte. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger bedankt sich bei Ludwig Wicki, der mit einem Ensemble des 21st Century Orchestra die Preisübergabe musikalisch umrahmte. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Der Kabarettist Bänz Friedli preist Emil Steinberger in seiner Laudatio als einen, «der eine eigene Kategorie Kunst geschaffen hat». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Der Kabarettist Bänz Friedli preist Emil Steinberger in seiner Laudatio als einen, «der eine eigene Kategorie Kunst geschaffen hat». (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Emil Steinberger mit seiner Frau Niccel. Rechts Paul Winiker. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Emil Steinberger mit seiner Frau Niccel. Rechts Paul Winiker. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
Der Kabarettist Bänz Friedli, der die Laudatio hielt, wird von Emil Steinberger umarmt. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)Der Kabarettist Bänz Friedli, der die Laudatio hielt, wird von Emil Steinberger umarmt. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. April 2019)
14 Bilder

Emil Steinberger erhält Anerkennungspreis

«Esch das dä loschtig?» Der kleine Bub deutete mit dem Finger auf Emil Steinberger. «Jo. Das esch ne», antwortete seine Mutter. Es war am Montag kurz vor 17 Uhr an der Zentralschweizer Frühlingsmesse Luga auf der Luzerner Allmend. Emil stand vor der Eventbühne, wo er gleich den Anerkennungspreis 2019 des Luzerner Regierungsrats für sein Lebenswerk erhalten würde. Er schüttelte Hände, redete mit Bekannten, lächelte freundlich in die ihm entgegengestreckten Handy-Kameras.

Das Intermezzo mit dem Buben war bezeichnend: Emil gehört uns allen, er fasziniert Jung und Alt gleichermassen. «Er hat uns mit unseren Mödeli ertappt und aus uns allen kleine Emils gemacht.» So formulierte es der Schweizer Kabarettist Bänz Friedli später in seiner berührenden Laudatio auf den Preisträger.

Emils Sprüche sind Volksgut geworden

Viel Polit- und Kulturprominenz war da, darunter – mit Ausnahme des im Piemont weilenden Präsidenten Robert Küng (FDP) – der ganze Regierungsrat. An Küngs Stelle begrüsste Vize-Regierungspräsident Paul Winiker (SVP) die Anwesenden. Emil verkörpere «die Verbindung von Ideenreichtum, Disziplin und Heiterkeit», sagte er, bevor er den Preis übergab. Laudator Friedli konnte sich einen Polit-Seitenhieb nicht verkneifen. «Diese Verleihung ist eine typische Emil-Nummer», meinte er: «Ausgerechnet der, der noch nicht weiss, ob er wiedergewählt wird, darf den Preis übergeben.» Er habe weitere Kandidaten gesichtet – «nur Bärtsch nicht, die hat es nicht nötig». Gelächter im Publikum. Natürlich brauche Emil diesen Preis nicht, sagte Friedli mit Bezug auf einen kritischen Kommentar in unserer Zeitung: «Aber die Luzerner brauchen ihn; es wäre eine Schande, ihm diesen Preis nicht zu geben.» Emils Sprüche seien Volksgut geworden.

Emil bot an der Preisverleihung einen seiner beliebtesten Sketches dar, die Bauernregeln «Im Januar, im Januar - isch alles stief ond starr». Der Preis besteht aus einer Urkunde, einem Kunstobjekt der Luzerner Künstlerin Saskya Germann und einem Preisgeld von 10 000 Franken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.