LAUTERBRUNNEN: Eines der Opfer am Eiger ist ein Luzerner

Ein 22-jähriger Luzerner war mit seinem Kameraden von einem Wetterum­schwung am Eiger im Berner Oberland überrascht worden. Für die beiden kam jede Hilfe zu spät.

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Blick auf den Eiger. (Bild mapsearch.ch)

Blick auf den Eiger. (Bild mapsearch.ch)

Fabian E.* sei mit einem 21-jährigen Kollegen am Sonntagmorgen Richtung Eigernordwand aufgebrochen, wie «Blick» meldet. Der passionierte Bergsteiger habe den Urlaub seiner Hochgebirgs-RS für die Tour genutzt.

Eine der Leichen geborgen
Einer der beiden am Eiger im Berner Oberland zu Tode gekommenen Bergsteiger konnte nun am Donnerstag geborgen worden. Der junge Schweizer konnte kurz vor Mittag mit einem Helikopter aus der Wand geholt werden, wie Christian Häsler, Einsatzleiter der Air-Glacier-Basis in Lauterbrunnen, auf Anfrage bestätigte. Der zweite Bergsteiger konnte in Folge der schlechten Wetterbedingungen vorerst nicht geborgen werden. Ob es sich um Fabian E.* oder um seinen Kameraden handelt, ist nicht bekannt.

Die beiden jungen Schweizer waren am (gestrigen) Mittwoch bei einem Helikopterflug in der Westflanke auf rund 3800 Metern Höhe geortet werden. Sie zeigten keine Lebenszeichen mehr und das Wetter verunmöglichte eine Bergung. Die Bergsteiger waren am Sonntag trotz angekündigtem Wetterumschwung in die Eigernordwand eingestiegen. Nach einer Nacht im Biwak fehlte von ihnen jede Spur.

Handykontakt mit einem der Väter
Erst am Dienstagmorgen konnte einer der Väter telefonisch mit einem der beiden sprechen. Dieser berichtete von Erfrierungen an den Händen seines Kollegen; danach brach die Verbindung ab. Eine gleichentags gestartete Rettungskolonne musste die Suche wegen den hohen Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und Temperaturen von minus 22 Grad sowie dichtem Nebel und der hohen Lawinengefahr abbrechen. Die beiden abgeseilten Flughelfer hatten sich den Verunglückten bis auf fast fünf Metern nähern können.

ap

* Name geändert