Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Le Théâtre nimmt in Emmen Fahrt auf

Vor rund einem Jahr übersiedelte Le Théâtre ins Zentrum Gersag in Emmen. Nach einem holprigen Start stellt sich der Erfolg allmählich ein. Trotzdem muss auch der Chef überall mit anpacken – notfalls sogar als Kellner.
Beatrice Vogel
Die beiden Le-Théâtre-Geschäftsführer Andréas Härry und Sonja Greber im Restaurant Prélude. (Bild: Philipp Schmidli, Emmen, 7. September 2018)

Die beiden Le-Théâtre-Geschäftsführer Andréas Härry und Sonja Greber im Restaurant Prélude. (Bild: Philipp Schmidli, Emmen, 7. September 2018)

«Das erste Jahr war zäh», sagt Andréas Härry ohne Umschweife. Der Co-Geschäftsleiter der Le-Théâtre-Betreiberin Circomedia AG ist dennoch optimistisch: «Unser Ziel für die ersten zwei bis drei Jahre waren 200 Anlasstage jährlich. Dieses Ziel wird für die kommende Saison bereits erreicht.»

Vor rund einem Jahr zog das Musicalhaus Le Théâtre ins Zentrum Gersag in Emmen ein, nach rund zwölf Jahren in Kriens. Zunächst musste das Kongresszentrum jedoch saniert werden. Für die notwendigsten Massnahmen investierte die Gemeinde Emmen 1,2 Millionen Franken, für weitere Arbeiten erhielt die Circomedia AG ein Darlehen von der Gemeinde in der Höhe von 2,8 Millionen Franken. Der Einwohnerrat sprach sich im März 2017 für den Pachtvertrag über 15 Jahre aus (wir berichteten).

«Umsätze stellten sich nicht gleich ein»

«Mit dem Geld konnten wir das Allernötigste machen, aber wir haben das Optimum herausgeholt», sagt Andréas Härry. Einiges habe zudem auf eigene Kosten ausgebessert werden müssen. Nun präsentieren sich die Räume teilweise neu gegliedert und gestaltet, auch technisch wurde massiv aufgerüstet. Hinter den Kulissen sei aber noch vieles im alten Zustand.

«Wir mussten viel Geld reinstecken, die Umsätze stellten sich aber nicht gleich ein», erzählt Härry. Das Team sei innert Kürze von 6 auf 24 Mitarbeiter angewachsen, auch wegen des Restaurants, das in Emmen neu dazu kam. Erschwerend war, dass auswärtige Produzenten mit Buchungen von Räumen für Anlässe zögerten. «Die Leute zeigten zwar Interesse, warteten aber zu, bis der Umbau fertig war.» Erst im Frühling hätten die Buchungen wie auf einen Schlag zugenommen. «Jetzt geht es bergauf», sagt Härry. «Es braucht einfach eine gewisse Vorlaufzeit und Mund-zu-Mund-Propaganda, damit die anfängliche Skepsis verschwindet.»

Zwar habe man nicht alle Zuschauer aus Kriens mitnehmen können, doch die Zuschauerzahlen bei den Eigenproduktionen seien insgesamt stabil bei etwas über 10000. Härry: «Beim eher älteren Publikum hatten wir einen Einbruch um 20 Prozent, dafür kommen jetzt mehr jüngere Zuschauer.» Für die neue Eigenproduktion «Sister Act», die im Dezember startet, sehe es absatzmässig bereits sehr gut aus.

Wenn im Theater etwas los ist, ist auch das Restaurant voll

Die Umsätze des Restaurants haben sich laut Andréas Härry stark gesteigert, es gebe aber noch viel Luft nach oben. «Am Mittag läuft es hervorragend, aber am Abend ist das Restaurant unter der Woche oft ungenügend ausgelastet.» Anders an Abenden mit Vorstellungen, dann sei die Beiz voll. «Ein Theaterhaus mit eigenem Restaurant im mittleren Segment ist eine perfekte Kombination, die es so in der Schweiz kein zweites Mal gibt.» Dass dies auf Anklang stösst, zeigten auch die Zahlen, so Härry: «Während der Spielzeit von ‹Ninety-Five› verzeichnete das Restaurant gleich viel Umsatz wie während der vorgängigen elf Monate.»

Grundsätzlich fühle sich das Le-Théâtre-Team wohl in Emmen, erzählt Härry weiter. Es sei «eine andere Welt» als früher in Kriens. Trotzdem packe weiterhin jeder mit an, wo Not am Mann sei – Härry serviert sogar manchmal selbst im Restaurant. «Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniert sehr gut.» Weniger erfreulich sei, dass jetzt die Parkplätze auch am Abend bewirtschaftet werden – «aber das sehen wir als Kompliment», sagt er schmunzelnd. Mit den lokalen Vereinen, die das Gersag benutzen, pflege man ein gutes Verhältnis, «je nach Gemeindeunterstützung müssen wir mit ihnen aber wieder neue Vereinbarungen aushandeln».

Künftig gibts mehr Comedy im Gersag

Obwohl es bereits gut läuft, hat Le Théâtre noch einige Baustellen: Gerade bei den Firmenevents und privaten Anlässen will man noch stärker zulegen. Im Restaurant soll im nächsten Sommer technisch noch einiges ergänzt werden, etwa eine Installation für Durchsagen aus dem Theater. In kultureller Hinsicht will man den Bereich Comedy fördern und ist deshalb eine Kooperation mit den Veranstaltern vom «Stans Lacht Humorfestival» eingegangen. Eine erste gemeinsame Veranstaltung geht am 12. Oktober mit Beat Schlatters Bingo Show über die Bühne.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.