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LEBENSMITTEL: «Äss-Bar» verkauft in Luzern Brot von gestern

An sechs Standorten in der Schweiz verkauft die «Äss-Bar» Backwaren vom Vortag und rettet sie so vor dem Abfall. Im April soll eine Filiale in Luzern dazukommen. Die Bäckereien Bachmann und Hug sind mit von der Partie.
Hier, an der St.-Leodegar-Strasse mit Blick Richtung Schweizerhofquai, wird die «Äss-Bar» im April aufgehen. (Bild: Jonas von Flüe (Luzern, 16. Februar 2018))

Hier, an der St.-Leodegar-Strasse mit Blick Richtung Schweizerhofquai, wird die «Äss-Bar» im April aufgehen. (Bild: Jonas von Flüe (Luzern, 16. Februar 2018))

Jonas von Flüe

Im ehemaligen Ladenlokal des Stickerei-Fachgeschäfts «Au Trianon», an der St.-Leodegar-Strasse 2 bei der Hofkirche, kehrt wieder Leben ein. Seit Oktober stehen die Räume leer, im April soll dort eine Bäckerei einziehen. Allerdings keine herkömmliche Bäckerei: In der «Äss-Bar» werden keine eigenen Brötchen oder Gipfeli gebacken, sondern Backwaren vom Vortag verkauft und damit vor dem Abfall gerettet.

Das Konzept ist simpel: Jeweils am Morgen werden bei lokalen Bäckereien Backwaren vom Vortag abgeholt und dann in der «Äss-Bar» zu einem stark vergünstigten Preis verkauft. Gipfeli und Brötchen gibt es ab 50 Rappen, Süssgebäck ab einem Franken. «Das Konzept funktioniert bereits in sechs Schweizer Städten», sagt Geschäftsführer Sandro Furnari, «deshalb sehen wir auch in Luzern grosses Potenzial.» Der neue Laden soll auch ein Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung sein.

Bachmann und Hug beteiligen sich

Furnari hat schon seit längerem einen passenden Standort in Luzern gesucht und im November das Lokal im Genferhaus mieten können. Bis im April muss der Zürcher noch mehrere Mitarbeiter suchen und das Ladenlokal einrichten. Von der Stadt habe man alle Bewilligungen, von lokalen Bäckereien diverse Zusagen erhalten. Weiter will sich Furnari allerdings nicht in die Karten blicken lassen. Auf Anfrage haben die Confiserie Bachmann und die Bäckerei Hug aber bestätigt, das Projekt als Partner-Bäckerei zu unterstützen. «Die Bäckereien werden zum einen am Umsatz beteiligt, zum anderen profitieren sie vom guten Image der ‹Äss-Bar›», sagt Furnari. Er betont, dass die «Äss-Bar» dieselben Gesetze und Vorschriften einhalten müsse wie andere Bäcker.

Doch was passiert mit den Backwaren, die auch in der «Äss-Bar» nicht verkauft werden? Furnari klärt auf: «Mitarbeitende können die übrige Ware mit nach Hause nehmen. Zudem arbeiten wir an einigen Standorten mit karitativen Organisationen zusammen.» Was dennoch nicht weg kommt, werde zu Biogas verarbeitet. Dass das Sortiment vor Ladenschluss ausverkauft ist, komme selten vor. Neben den Backwaren bietet die «Äss-Bar» auch Getränke an – beides nur für die Konsumation ausser Haus.


Bis im Oktober war das Stickerei-Fachgeschäft «Au Trianon» hier eingemietet. (Bild: Jonas von Flüe (Luzern, 16. Februar 2018))

Bis im Oktober war das Stickerei-Fachgeschäft «Au Trianon» hier eingemietet. (Bild: Jonas von Flüe (Luzern, 16. Februar 2018))

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