LEBENSMITTEL: Hochdorf rückt näher zu den Milchproduzenten

Die Hochdorf-Gruppe hat beschlossen, wieder einen Teil der Milchmenge bei Direktlieferanten zu beziehen. Dies auch, um die Verbindung zur Basis zu stärken.

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Werner Schweizer, Geschäftsführer der Hochdorf Swiss Milk AG. (Bild pd)

Werner Schweizer, Geschäftsführer der Hochdorf Swiss Milk AG. (Bild pd)

Der Schritt sei aufgrund des am 1. Mai 2009 erfolgten definitiven Ausstieg aus der staatlichen Milchkontingentierung erfolgt, wie das Unternehmen mitteilt. Diese Massnahme ziele nicht nur dahin, die Milchversorgung sicherzustellen – ein Punkt, dem wegen des liberalisierten Milchmarktes eine entsprechend hohe Bedeutung zukomme.

Vorbereitung auf Freihandel
Vielmehr gehe es auch darum, den Direktlieferanten «Perspektiven für die Zukunft» zu bieten. «Es ist uns wichtig, dass die Milchproduzenten hinter dem von Hochdorf unterstützten marktgerichteten Modell der Milchwirtschaft stehen», wird Werner Schweizer, Geschäftsführer der Hochdorf Swiss Milk AG, in der Mitteilung zitiert. Die Hochdorf-Gruppe befürworte ein Agrarabkommen zwischen der Schweiz und der EU und bereite sich mittels Investitionen sowie Umstrukturierungen auf diesen Freihandel vor.

Milchausschuss geplant
Das Interesse, die Milch direkt an Hochdorf zu liefern, sei vor allem bei Milchproduzenten aus der näheren Umgebung des Werkes Hochdorf sehr gross. Die Hochdorf-Gruppe wird aber nur einen beschränkten Anteil der Milch von Direktlieferanten beziehen. Die restliche Milch wird nach wie vor von verschiedenen Organisationen geliefert, wie es weiter heisst. Hochdorf arbeite zwar mit den Direktlieferanten sehr eng zusammen, baue aber keine eigene Logistik oder Dienstleistungsbereich auf. Die Hochdorf-Gruppe plant mit den neuen Direktlieferanten einen Milchausschuss zu gründen, in welchem Mengen- und Preissysteme für diese festgelegt werden.

scd