LEBENSMITTELKONTROLLE: Silber im Luzerner Wein – trotz Verbot

15 von 34 Luzerner Weinen fallen durch die Lebensmittelkontrolle – weil Silber nachgewiesen wurde. Jetzt drohen Strafanzeigen.

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Des teilweise zu hohen Silbergehalts ist der Genuss von Luzerner Wein unbedenklich. (Bild Peter Fischli/Neue LZ)

Des teilweise zu hohen Silbergehalts ist der Genuss von Luzerner Wein unbedenklich. (Bild Peter Fischli/Neue LZ)

Fast jeder zweite Luzerner Wein enthält Silber. Das hat eine Stichprobe der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz ergeben. In 15 von 34 getesteten Luzerner Weinen konnte das Edelmetall nachgewiesen werden. Silber wurde früher dem Wein zugefügt, um den «Böcksgeruch» zu entfernen. Heute ist dies verboten. Als Böckser wird der schwefelartige Gestank bezeichnet, der sich bei der Gärung des Weines bilden kann.

Acht der 15 positiv getesteten Weine wiesen einen Silbergehalt von über 0,1 Milligramm pro Liter auf und wurden von der Dienststelle beanstandet, wie dem eben erschienenen Jahresbericht 2009 der Lebensmittelkontrolle zu entnehmen ist. Für die Konsumenten besteht jedoch keinerlei Gefahr. «Die Betriebe wurden aufgefordert, Massnahmen in die Wege zu leiten, die die Verwendung von Silber vermeiden», sagt Kantonschemiker Daniel Imhof. Im Wiederholungsfall würde Strafanzeige eingereicht.

Von Luzia Mattmann und Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.