Lehrabbruch: Schüler schnuppern zu wenig

Im Kanton Luzern bricht rund ein Fünftel der Lernenden die Ausbildung ab. Davon sind aber nicht alle Berufe gleich betroffen.

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Im 13. Jahr informieren Lehrlinge Achtklässer über den Berufsalltag, so etwa in Sarnen. (Bild: Marion Wannemacher / Neue OZ)

Im 13. Jahr informieren Lehrlinge Achtklässer über den Berufsalltag, so etwa in Sarnen. (Bild: Marion Wannemacher / Neue OZ)

Lehrabbrüche im Kanton Luzern. (Bild: Neue LZ)

Lehrabbrüche im Kanton Luzern. (Bild: Neue LZ)

Die Lehrabbruchquoten unterscheiden sich im Kanton Luzern deutlich zwischen den einzelnen Berufen. Bei den Bäcker-Konditoren, Restaurationsfachmännern/-frauen sowie bei den Malern gab es 2011 besonders viele Lehrabbrüche. Falsche Vorstellungen vom Beruf, unregelmässige Arbeitszeiten, Konflikte zwischen den Vertragsparteien sowie ungenügende Leistungen in der Schule werden als Hauptgründe für die Lehrvertragsauflösungen genannt.

Quote bis zu 23 Prozent

Im Jahr 2011 ist es im Kanton zur Auflösung von 877 Lehrverträgen gekommen. Die meisten Lehrabbrüche wurden beim Beruf Bäcker/Konditor verzeichnet. Es handelte sich dabei um 23,4 Prozent. Die geringste Abbruchquote wurde bei den Polymechanikern registriert. Dort waren es lediglich 0,6 Prozent.

Einblick in mehrere Berufsfelder

Berufsverbände und Berufsbildungsleiter sind damit beschäftigt, die Quoten zu senken, und betonen dabei, wie wichtig es sei, die Berufswahl sorgfältig anzugehen. Lernende sollten vor der Wahl ihrer Ausbildung einen Einblick in verschiedene Berufe erhalten. Ansonsten könnten Wunschvorstellung und Realität später schnell auseinanderdriften.

Es wird daher empfohlen, dass die Schulabgänger vor der Berufswahl mehrere Schnupperlehren absolvieren. «Es ist essenziell, dass die Jugendlichen in verschiedene Berufe schnuppern, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden», sagt Bruno Wicki, Leiter Berufsbildung der Firma Schindler, gegenüber unserer Zeitung.

Roseline Troxler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen LZ und im E-Paper.