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LEHRABSCHLUSS: In 80 Minuten zum perfekten Brautschmuck

Ein grüner oder noch besser ein farbiger Daumen war gestern in Sempach von 22 Berufsschülerinnen gefragt.
Manuela Liem
Daria Dober aus Ettiswil während der Abschlussprüfung zur Floristin. (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZ)

Daria Dober aus Ettiswil während der Abschlussprüfung zur Floristin. (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZ)

Es herrschte konzentrierte Stille in der Festhalle Sempach. Nur das Radio war zu hören. Die Aufmerksamkeit war ganz bei den Blumen.

Während in der Festhalle sonst Hochzeiten gefeiert, Konzerte vorgeführt und Versammlungen abgehalten werden, gehörte der Saal in den vergangenen beiden Tagen 22 angehenden Floristinnen aus der ganzen Zentralschweiz. Jede von ihnen stand an einem Tisch, voll mit Blumen und Werkzeugen. Sie absolvierten am Mittwochnachmittag und gestern Vormittag den praktischen Teil ihrer Lehrabschlussprüfung. Dabei galt es, die verschiedensten Aufgaben vom Tischschmuck bis zum Trauerkranz zu bewältigen. Je nach Werkstück betrug das Zeitlimit dafür zwischen 35 und 90 Minuten.

Buschrosen für die Brautkugel

Für zwei der Aufgabenstellungen durften die Kandidatinnen bereits im Vorfeld die Blumen- und Farbwahl zusammen mit dem Lehrbetrieb treffen. Für die restlichen Werke bekamen sie die Blumen von der Prüfungskommission. Von da an waren sie auf sich gestellt.

Die Experten waren schon während der Prüfung anwesend. Nicht nur das Endergebnis war entscheidend: Es wurden auch Dinge wie Arbeitsorganisation und Umweltschutz (zum Beispiel Abfalltrennung) bewertet.

Als zweitletzte Aufgabe stand die Erstellung einer Brautkugel an, wofür die Kandidatinnen 80 Minuten Zeit hatten. Im Gegensatz zum Brautstrauss ist die Brautkugel ein Gesteck. Die Braut hält sie an einem Band in der Hand. Sowohl Daria Dober (19) aus Ettiswil als auch Silvana Burri (18) aus Kriens nannten diese Arbeit bei der Frage nach ihrer Lieblingsarbeit an der Prüfung. Eher schwierig fanden sie ein sogenanntes Parallelgesteck, welches als Bühnenschmuck dienen soll. Man hätte dabei unter Zeitdruck viel überlegen müssen, erklärte Daria Dober. Es seien auch Aufgaben vorgekommen, die sie so noch nie machen musste. «Dann muss man halt die Theorie in die Praxis umsetzen können», sagte Dober, während sie Buschrosen und andere Blumen zurechtschnitt und in die Brautkugel steckte.

Lohn ist nebensächlich

Der Beruf Floristin verliere an Attraktivität, vor allem weil man nicht viel verdiene, gibt Prüfungsexpertin Sandra Vogler zu bedenken. Zudem würden immer weniger Betriebe Lehrlinge ausbilden. Im Anschluss zählte sie dennoch mehrere Punkte auf, die für den Beruf sprechen. Unter anderem nannte sie das Gestalten und die Möglichkeit, jemandem eine Freude zu bereiten. Auch Daria Dobler bestätigte, dass der Lohn eher nebensächlich sei, wenn man den Beruf gerne macht. «Mir gefallen das kreative Arbeiten im Team und der Umgang mit den Kunden», ergänzte sie, während sie konzentriert weiterarbeitete. «Ich bin gerne in der Natur», nannte Silvana Burri einen weiteren Beweggrund bei der Berufswahl. Auch für sie scheint der Lohn kein Hindernis zu sein. Zumindest in näherer Zukunft wolle sie noch auf dem Beruf arbeiten.

Kritischer Blick auf das eigene Werk: Anja Küchler aus Kägiswil (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZ)

Kritischer Blick auf das eigene Werk: Anja Küchler aus Kägiswil (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZ)

Sabrina Joller arrangiert Details. (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZeerkicher / Neue LZ)

Sabrina Joller arrangiert Details. (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZeerkicher / Neue LZ)

Bindet Blumen zu Sträusschen: Silvana Burri aus Kriens. (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZ)

Bindet Blumen zu Sträusschen: Silvana Burri aus Kriens. (Bild: Eveline Beerkicher / Neue LZ)

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