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Lehrplan 21 vor Bewährungsprobe

Ismail Osman zum Abstimmungsergebnis der Fremdsprachen-Initiative.
Ismael Osman, stv. Leiter Ressort Kanton (Bild: Manuela Jans (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Ismael Osman, stv. Leiter Ressort Kanton (Bild: Manuela Jans (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Luzern wird zu keinem nationalen Präzedenzfall; nach Nidwalden und Zürich sagt nun auch der Kanton Luzern klar Nein zu einer einzigen Fremdsprache auf der Primarschule. Nun ist der Weg frei für eine planmässige Implementierung des Lehrplans 21. Dieser gilt bereits seit dem Start des aktuellen Schuljahres auf der 1. bis 5. Primarstufe. Eine Annahme der Fremdspracheninitiative hätte bedeutet, dass der neue Lehrplan – zumindest teilweise – nach wenigen Wochen schon wieder hinfällig gewesen wäre.

Mit Blick auf den Fremdsprachenunterricht muss der Lehrplan 21 nun einhalten, was im Vorfeld der Abstimmung versprochen wurde. In ihm liegt nämlich die explizite Hoffnung und Erwartung der Luzerner Regierung, den Fremdsprachenunterricht zu verbessern. So sieht der neue Lehrplan etwa je eine zusätzliche Lektion Französisch in der 5. und 6. Primarklasse vor.

Ob diese Massnahme reicht, um eine wesentliche Verbesserung herbeizuführen, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Eine Chance hat dieser Weg verdient. Die Fremdsprachen­evaluation der Konferenz der Zentralschweizer Bildungsdirektoren hat aber aufgezeigt, dass nur ein Bruchteil der Achtklässler die Lernziele im Französisch erreicht. Angesichts dieses geradezu miserablen Resultats ist eine gewisse Skepsis verständlich.

Der Abstimmungsausgang hat eine klare Botschaft: Ein Vorpreschen auf Kantonsbasis ist nicht mehrheitstauglich. Echte Lösungen müssten auf nationaler Ebene forciert werden. Ob das Luzerner Resultat die dafür zuständige Schweizerische Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren genug beeindrucken wird, um aktiv zu werden und die Schwächen ihrer Sprachenstrategie anzugehen, darf jedoch bezweifelt werden. So bleibt den Verfechtern einer einzigen Fremdsprache in der Primar – unter ihnen sind viele Lehrer – vorerst einzig, den Lehrplan 21 kritisch zu begleiten.

Ismail Osman, stv. Leiter Ressort Kanton

ismail.osman@luzernerzeitung.ch

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