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Lenkerin kommt nach waghalsigem Überholmanöver in Rain mit Geldstrafe davon

Drei Fahrzeuge hat eine Lenkerin in Rain überholt, sodass am Ende ein ihr entgegenkommendes Auto ins Wiesland ausweichen musste. Für die Verkehrsregelverletzungen wurde die 54-Jährige zu einer Geldstrafe verurteilt.

Die Anklage hatte eine qualifizierte Verkehrsregelverletzung wegen waghalsigem Überholen geltend gemacht und 20 Montage Gefängnis bedingt sowie 2000 Franken Busse gefordert. Das Luzerner Kriminalgericht kam zu einem milderen Urteil.

Es sprach die gebürtige Deutsche der vorsätzlichen groben Verkehrsregelverletzungen schuldig und verhängte eine bedingte Geldstrafe von 27'000 Franken (180 Tagessätze à 150 Franken) sowie 1000 Franken Busse. Die Gerichtsgebühr, die sie tragen muss, beläuft sich auf rund 5000 Franken.

Das Verfahren wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit wurde infolge Verjährung eingestellt, wie aus dem Dispositiv hervorgeht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Anklage ging bereits im Mai 2016 ein. Die Dauer bis zur Verhandlung sei länger als üblich, hiess es beim Gericht auf Anfrage. Sie sei mit der hohen Arbeitslast zu erklären.

Der Vorfall geht auf das Jahr 2015 zurück, als die Frau an einem Januarmorgen auf der Hauptstrasse von Rothenburg in Richtung Hildisrieden unterwegs war. Beim Kreisel Sandblatten in Rain wurde sie einer Fahrzeuggruppe mit zwei Kastenwagen und einem Auto gewahr, die vor ihr unterwegs waren.

Zwei Scheinwerferpaare vor sich

Laut der Staatsanwaltschaft fuhr der erste Kastenwagen vor ihr rund 40 Stundenkilometer, sie überholte ihn und übertrat dabei die Höchstgeschwindigkeit von 60 um rund 15 Stundenkilometer. Sodann setzte sie zum Überholen des Autos vor ihr an. Weil dieses ebenfalls beschleunigte, konnte sie nicht hinter dem vordersten Kastenwagen einbiegen, sondern begann nun, auch diesen zu überholen.

Dabei überfuhr sie eine Sicherheitslinie. Weil die Strasse hinter einer Kuppe eine Rechtskurve machte, war die Sicht der Überholenden eingeschränkt. In dem Moment kam ihr auf der Gegenfahrbahn, auf der sie sich noch befand, ein Personenwagen entgegen. Dieser sah plötzlich zwei Scheinwerferpaare nebeneinander vor sich und lenkte reflexartig sein Auto nach rechts in die Wiese.

Die Beschuldigte wendete nach dem Überholmanöver und fuhr zum verunfallten Wagen zurück. Sie verstiess laut den Richtern gegen das Gebot, wonach Überholen nur gestattet ist, wenn der nötige Raum übersichtlich und frei ist und der Gegenverkehr nicht behindert wird. Auch darf in unübersichtlichen Kurven sowie vor Kuppen nicht überholt werden.

sda

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