LEO FISCHER: Mitgründer von Radio Pilatus ist gestorben

Der Unternehmer und Kabelfernsehpionier Leo Fischer ist am vergangenen Samstag im Alter von 75 Jahren in Luzern gestorben.

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Leo Fischer. (Bild EQ)

Leo Fischer. (Bild EQ)

Leo Fischer galt als Kabelfernsehpionier, da er 1964/65 in seinem Wohnort Luzern im Würzenbach-Quartier die erste breitbandige Kabelfernseh-Anlage Europas gebaut hatte, auf der 1968 die schweizerische Farbfernsehpremiere stattfand. Fischer war zudem Gründer und langjähriger Präsident des Verbandes schweizerischer Kabelfernsehbetriebe (VSK), den er 1992 mit der Vereinigung Schweizerischer Gemeinschaftsantennen-Betriebe zum Verband für Kommunikationsnetze, Swisscable, zusammenführte. Er war auch Gründungsmitglied und langjähriger Verwaltungsratspräsident des Lokalsenders «Radio Pilatus».

Leo Fischer hatte in den 1990-er Jahren die Initiative ergriffen, welche zur Gründung der Kabelnetzbetreiberin Cablecom führte. Als Vorsitzender der Geschäftsleitung und Delegierter des Verwaltungsrats baute er das Unternehmen in knapp vier Jahren zur Nummer eins des schweizerischen Kabelfernsehmarkts aus, wie sein Unternehmen Fischer Management Consulting AG am Montag bekannt gab. 1999 wurde Fischer von den damaligen Cablecom-Grossaktionären aus dem Verwaltungsrat gedrängt und schied aus dem Unternehmen aus.

Im Sommer 2008 hat Fischer seine Erinnerungen in einem Buch veröffentlicht unter dem Titel «Die Erinnerungen eines Schweizer Kabelfernsehkönigs». Der Unternehmer ist am Samstag im Alter von 75 Jahren gestorben.

ap