LEUKÄMIE: 900 Menschen wollen Sarah helfen

Sarah Meyer hat akute Leukämie. Sie braucht dringend eine Knochenmarktransplantation. Nach einem Artikel in unserer Zeitung ist die Solidarität riesig.

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Sarah Meyer Ende September im Kinderspital Luzern. Hier wird sie gepflegt von Monika Jung. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Sarah Meyer Ende September im Kinderspital Luzern. Hier wird sie gepflegt von Monika Jung. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Mit 14 Jahren erhielt Sarah Meyer die Diagnose Krebs. Heute, fast drei Jahre später, hofft die junge Frau aus Adligenswil auf einen Knochenmarkspender. In einem Artikel in unserer Zeitung (erschienen am 4. Oktober) hat sie ihre Geschichte geschildert, in der Hoffnung, dass sich möglichst viele Spender registrieren lassen.

Damit hat sie eine Lawine ausgelöst. In nur zwei Wochen haben sich rund 900 Leute aus unserer Region registriert, die ihr Knochenmark spenden wollen und damit Sarah und vielen anderen Leukämiepatienten das Leben retten könnten. «Wir sind von der Reaktion der Leute überwältigt», sagt Rudolf Schwabe, Direktor der Stiftung Blutstammzellen. «Das sind sehr viele, wenn man bedenkt, dass sich in den letzten 20 Jahren insgesamt 23 000 Leute gemeldet haben», sagt Schwabe.

Bewegt von der Solidarität
Auch Sarahs Eltern, Mutter Mirjam und Vater Jörg Meyer, sind bewegt von der Solidarität, die die vielen Leute mit ihrer Spendenbereitschaft zeigen. «Die positiven Reaktionen sind ermutigend, wir fühlen uns mitgetragen. So viele Leute, darunter auch unbekannte, teilen uns mit, dass sie mit ihrer Spende Sarah helfen wollen. Andere, solche, die aus irgendeinem Grund kein Knochenmark spenden dürfen, teilen uns ihre Enttäuschung mit, dass sie als Helfer nicht in Frage kommen», sagt Jörg Meyer.

Ähnlich wie Blutspenden
Wer Knochenmark oder Blutstammzellen spenden will, kann zwischen zwei Möglichkeiten wählen. Entweder wird Knochenmark im Beckenbereich entnommen, dann muss man ein bis zwei Tage im Spital bleiben. Oder man entscheidet sich für die alternative Methode: «Diese funktioniert ähnlich wie eine Blutspende. Dem Spender wird eine Kanüle in den Arm gelegt. Aus dem Blutkreislauf werden während drei bis sechs Stunden Stammzellen entnommen», erklärt Schwabe.

Für Sarah drängt die Zeit langsam. Wenn sich nicht bald ein Spender findet, muss eine alternative Lösung für sie gefunden werden.

rgr.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der Neuen Luzerner Zeitung vom 22. Oktober.