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Lichterlöschen im Luzerner Hotel Fox

Seit mehreren Wochen hat im Hotel Fox in Luzern kein Tourist mehr übernachtet. Der Grund: Das Haus an der Neustadtstrasse wurde verkauft. Zwar soll das Hotel wieder eröffnet werden, das kann aber dauern.
Jonas von Flüe
Das Hotel Fox an der Neustadtstrasse in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli (7. Januar 2019))

Das Hotel Fox an der Neustadtstrasse in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli (7. Januar 2019))

Das Laub sammelt sich vor dem Eingang, die Stühle im Frühstücksraum stehen auf den Tischen, die Reception ist verwaist. Licht brennt nur in zwei Räumen. Im Hotel Fox in Luzern hat schon seit mehreren Wochen kein Tourist mehr übernachtet. Buchungen können nicht mehr getätigt, per Telefon kann niemand erreicht werden. Der Grund für die Funkstille: Die Liegenschaft an der Neustadtstrasse hat im Herbst letzten Jahres den Besitzer gewechselt.

Wie dem Luzerner Kantonsblatt zu entnehmen ist, wurde das Grundstück von der Hotel Gatermann AG an die Vision Luzern AG veräussert. Betreiber Jörn Gatermann hat die Liegenschaft 2011 gekauft und erst im Dezember 2016 ein Budget-Hotel mit 64 Zimmern eröffnet. Mit den Zahlen sei er zufrieden gewesen: «Die Auslastung lag über dem Luzerner Durchschnitt.»

Käufer betreibt Service-Wohnungen

Die im Jahr 2017 gegründete Vision Luzern AG bezweckt laut Handelsregister den Betrieb eines Hotels sowie den Erwerb, die Verwaltung, Belastung und Veräusserung von Liegenschaften im Ausland. Verwaltungsratspräsidentin Anja Graf hat bereits 1999 die Firma Visionapartments gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Vermietung von hochwertig möblierten Service-Wohnungen spezialisiert. Es bietet Wohnraum für Geschäftsleute an, die nur während Wochen oder Monaten an einem Ort weilen.

Visionapartments beschäftigt laut eigener Webseite 210 Mitarbeiter und ist im Besitz von 23 Liegenschaften im In- und Ausland. Dazu gehört auch das ehemalige Hotel Station in Zug, das Visionapartments im Jahr 2017 von Gatermann gekauft hat. Dank Partnerbetrieben hat die Firma rund 130 000 Wohnungen in 87 Ländern im Angebot.

Ralph Büsser ist COO von Visionapartments. Luzern sei ein interessanter Standort für sein Unternehmen, erklärt er den Kauf der Liegenschaft. Um das Interieur dem Design von Visionapartments anzupassen, habe man das Hotel schliessen müssen. «Wir wollen in unseren Häusern einen Wiedererkennungswert etablieren.» Es seien bereits Vorarbeiten im Gange. Wann das Hotel wieder Gäste beherbergen wird, kann Büsser nicht sagen: «Es wird sicher noch einige Monate dauern, bis wir es wieder öffnen können.» Laut Büsser soll Haus unter dem Namen «Visionapartments living hotel» betrieben werden. Man wolle Geschäftsleute, aber auch Touristen ansprechen. Bis es soweit ist, bleiben die Lichter im «Fox» aber weiterhin gelöscht.

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