Lichtinstallation

Eine leuchtende Laternenwolke strahlt in der Luzerner Johanneskirche

Die Künstlerin Claudia Walther zeigt ihre Lichtinstallation in der Johanneskirche im Würzenbachquartier. Die vierzig Laternen sollen Licht ins Dunkel bringen und vielfältige Hoffnungen symbolisieren.

Salome Erni
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Die Lichterwolke in der Luzerner Johanneskirche.

Die Lichterwolke in der Luzerner Johanneskirche.

Bild: PD/Claudia Walther

Bunte Lichter schweben in der Luzerner Johanneskirche. Vierzig Laternen in allen Formen erhellen mit ihrem Schein die Nische neben dem Eingang. Rund um die Uhr und bis Mitte Januar kann das Kunstwerk der Künstlerin Claudia Walther im nüchternen Betonbau bestaunt werden.

Entstanden während des Lockdowns

«Umweltprobleme, harsche Worte in der Weltpolitik, Flüchtlinge in Not und die Coronapandemie – die Welt fühlte sich so düster an», schildert Walther ihre Gefühle im Frühjahr. Deshalb wollte sie mit ihrer Kunst Licht ins Dunkle bringen. Denn das Licht sei ein Religionen und Kulturen verbindendes Symbol der Hoffnung und des Positiven, so die Künstlerin.

Die meisten Laternen hat sie in Brockenhäusern aufgestöbert oder von Freunden erhalten. «Ihre Vielfalt soll die Menschen und damit auch ganz unterschiedliche Hoffnungen widerspiegeln», sagt die Künstlerin. Eine spezielle Rolle nimmt dabei die geflügelte Gaslaterne ein. Sie solle das Licht auch in entfernte dunkle Ecken fliegen können, so Walther.

Die geflügelte Laterne steht etwas ausserhalb der «Lichtwolke».

Die geflügelte Laterne steht etwas ausserhalb der «Lichtwolke».

Bild: PD/Claudia Walther

45 Kilos Leichtigkeit

Von der Entstehung der Idee bis hin zum fertigen Objekt vergingen zwei Monate. Mit der Fertigstellung kam der Überraschungsmoment für Walther, doch «die Wirkung der Installation entspricht genau meinen Vorstellungen», freut sie sich.

Befestigt ist die Lichterwolke, wie die Künstlerin ihre Arbeit nennt, an einem fast zwei Meter langen Gerüst. Obwohl die Installation so leicht und schwebend aussieht, beträgt ihr Gewicht stolze 45 Kilogramm. So war der Transport des fertigen Werks in die Kirche kein leichtes Unterfangen, auch wenn Claudia Walthers Atelier ebenfalls im Würzenbachquartier liegt.