Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Linke fordern Stellvertreter für Mütter, Väter und Kranke im Parlament

Parlamentspflichten und Familienleben kommen sich zuweilen ins Gehege. Diese Situation wollen Linke im Grossen Stadtrat und im Kantonsrat entschärfen. Sie fordern, dass Stellvertreter für Personen im Mutter- oder Vaterschaftsurlaub einspringen können.
Simon Mathis
Parlamentarier sollen einen Stellvertreter haben, der bei längeren Absenzen für sie einspringt, fordern die Linken. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Parlamentarier sollen einen Stellvertreter haben, der bei längeren Absenzen für sie einspringt, fordern die Linken. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Wer im Kantonsparlament Einsitz hat, kann seine Rechte und Pflichten nicht auf andere übertragen. Das soll sich nun teilweise ändern, fordern linke Kantonsräte in einer Motion. Der Regierungsrat soll eine Stellvertreterregelung einführen. Das heisst: Wenn jemand länger als drei Monate und berechtigterweise dem Kantonsrat fern bleiben muss, kann eine Stellvertreterin oder ein Stellvertreter für diese Person einspringen. Im Kanton Luzern soll jeweils die nächstfolgende Person auf einer Wahlliste als Stellvertreter gelten.

Diese Regelung ist für Krankheitsfälle, Mutter- und Vaterschaftsurlaube vorgesehen. Sie soll insbesondere verhindern, dass sich Mütter und Väter verpflichtet fühlen, ihre parlamentarische Arbeit trotz Urlaub wahrzunehmen. Durch Stellvertreter soll die Parlamentsarbeit mit der Familienplanung besser vereinbar werden, was laut Motionären besonders jüngeren Personen zugute kommen soll.

Trotz Mutterschaftsurlaub ins Parlament

Mit dem Themenfeld «Familie und Politik» soll sich auch der Luzerner Stadtrat auseinandersetzen. Grüne und SP beauftragen die Regierung per Postulat, «eine praktikable Lösung zu prüfen, damit auch in Luzern Mütter ihrer parlamentarischen Arbeit nachkommen können».

Ihr Vorschlag: Künftig soll es Frauen während des Mutterschaftsurlaubes erlaubt sein, den Parlamentssaal zumindest dann zu betreten, wenn gerade eine Abstimmung im Gange ist. Eine weitere Möglichkeit sei die Festlegung von Stellvertretern, wie sie auch linke Kantonsräte fordern. (pd/sma)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.