LINKES SEEUFER: Die Stadt Luzern soll das Inseli aufwerten

Seit Jahren ist die Rede davon, dass das Gebiet zwischen KKL und Ufschötti verschönert werden soll. Jetzt nimmt die Stadt einen neuen Anlauf.

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Niklaus Zeier, Chef Kommunikation, vor der Bar auf dem Inseli, bei der Eröffnung im April. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Niklaus Zeier, Chef Kommunikation, vor der Bar auf dem Inseli, bei der Eröffnung im April. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

«Von der Schmuddelecke zur Uferpromenade» soll sich das Gebiet vom Inseli bis zur Ufschötti wandeln. So lautet der Titel einer Motion, welche Grossstadträtin Sonja Döbeli namens der FDP-Fraktion eingereicht hat. Als «Schmuddelecke» bewerten die Liberalen das linke Seeufer darum, weil «das landschaftlich schön gelegene Gelände den Charakter eines Hinterzimmers unserer Stadt hat.»

Viel öffentlicher Seeanstoss und Beizen gefordert
Konkret kritisiert Motionärin Sonja Döbeli, dass die ganze linke Seeseite «nichts Zusammenhängendes darstellt, sondern nur Stückwerk ist. Sie hat bereits konkrete Ideen, wie das Gebiet attraktiver werden könnte. «Es braucht so viel öffentlichen Seeanstoss wie möglich. Und am See sollte es Beizen im Biergartenstil geben.» Zudem möchte Döbeli, dass auch auf der linken Seeseite ein Spielplatz gebaut wird, der so attraktiv ist wie jener im Lido.

Einen Anfang zur Attraktivierung des Inselis hat die Stadt dieses Jahr bereits gemacht: Seit Anfang Sommer lässt sie die Bar Buvette auf der linken Seite des Inselis betreiben, die bei schönem Wetter gut besucht ist – und so dafür sorgt, dass das Publikum im Inseli durchmischter ist.

In den nächsten fünf Jahren soll sich etwas tun
Die FDP verlangt vom Stadtrat, dass er ein «Konzept zur Aufwertung der Uferzone Inseli bis Ufschötti unter Integration der bestehenden Betriebe und Anlagen» vorlegt. Weiter verweist die FDP darauf, dass beim linken Seeufer «viel in Bewegung ist»: 2010 ist die Siedlung City Bay neben dem Hotel Radisson bezugsbereit, ein Jahr später eröffnet die Uni im ehemaligen Postbetriebsgebäude. Und auch die Tribschenstadt wächst in den nächsten Jahren weiter.

Bei Baudirektor Kurt Bieder kommt die Motion gut an. «Das Anliegen ist berechtigt, es liegt ja auch schon länger auf dem Tisch.» Hintergrund: Schon im Jahr 2007 sollte ein Wettbewerb für die Neugestaltung des linken Seeufers durchgeführt werden. Nun nimmt die Stadt einen neuen Anlauf, um das Gebiet zu verschönern. Im Budget 2009 ist laut Bieder festgehalten, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Wettbewerb für eine Neugestaltung durchgeführt wird.

Martin Messmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.