«Liste ist nicht in Stein gemeisselt»

Drucken
Teilen

Reaktion Der Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik am Luzerner Kantonsspital, Thomas Linder, sagt es diplomatisch: «Polemik ist jetzt nicht angebracht, sondern eine sachliche Diskussion.» Und: «Wir Ärzte sind nicht einfach Nein-Sager, vielmehr bieten wir Hand für eine konstruktive Lösung – immer im Hinblick auf das Wohl der Patienten.»

Um eine solche geht es denn auch in den Kontakten, die derzeit auf unterschiedlichen Kanälen zwischen der Ärzteschaft und dem Gesundheitsdepartement stattfinden. Christos Pouskoulas, Leiter Gesundheitsversorgung, sagt: «Die Liste ist nicht in Stein gemeisselt, sondern wird bei neuen Erkenntnissen fortlaufend angepasst.» Pouskoulas stellt denn auch in Aussicht, dass die Einführung, Umsetzung und Entwicklung der Liste im März mit den Partnern besprochen wird. Und zwar inklusive Entfernung der Gaumenmandeln.

Gleichzeitig weist Pouskoulas auf zweierlei hin. Erstens: Der Eingriff wird schon heute ambulant durchgeführt – im Ausland häufiger als in der Schweiz. Zweitens: Der Eingriff soll gemäss 13er-Liste zwar ambulant erfolgen, er muss aber nicht. Konkret: Die Ärzte treffen den therapeutischen Entscheid gemäss Indikation. Und die kann auch auf eine stationäre Behandlung verweisen. Kostengutsprache inklusive. (bbr)