LITTAU: Erdgas Zentralschweiz erhält Entschädigung

Der Bund zahlt der Erdgas Zentralschweiz AG sieben Millionen Franken Entschädigung. Grund ist der Entzug der Konzession für den Betrieb zweier Propangas-Kugeldruckbehälter in Littau.

Drucken
Teilen
Die Propangasbehälter im Oktober 2002. (Bild Esther Michel/Neue LZ)

Die Propangasbehälter im Oktober 2002. (Bild Esther Michel/Neue LZ)

Der Bundesrat hatte der Erdgas Zentralschweiz AG (EGZ) 1974 die Konzession für zwei Propangas-Kugeldruckbehälter in der Station Thorenberg im luzernischen Littau erteilt. Diese wurden 1976 in Betrieb genommen. Seither dehnte sich das Wohngebiet der Gemeinde Littau aus und wuchs mit der Zeit näher an die im Baugebiet liegenden Kugeldruckbehälter heran.

Gefahr für Wohngebiet zu gross
In Folge der in der Zwischenzeit in Kraft getretenen Störfallverordnung und einer Risikoanalyse entzog der Bundesrat aus Sicherheitsgründen 2002 die Konzession. Im Falle eines Versagens der Anlage wäre die Gefahr auf die umliegenden Wohngebiete zu gross gewesen, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schreibt.

2007 entschied das Bundesgericht, dass die EGZ Anspruch auf eine angemessene Entschädigung für den wirtschaftlichen Schaden hat, der ihr durch den Entzug der Konzession erwachsen ist. Die beiden Parteien haben sich in den vergangenen Monaten gütlich und aussergerichtlich auf eine Entschädigungssumme von sieben Millionen Franken geeinigt. Die erforderlichen Rückstellungen hat das Bundesamt für Energie bereits im Abschluss für das Rechnungsjahr 2008 gebildet.

ap