LITTAU: Littau: Wem wurde wie viel ausbezahlt

Die Abgangsentschädigung der Littauer Gemeinderäte beschäftigt auch die Stadt Luzern. Nun stellt der Stadtrat klar, wem tatsächlich wie viel ausbezahlt wurde.

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Der Littauer Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung am 16. Dezember 2009: (von links vorne): Heidi Fähndrich, Stefan Roth, Beat Stocker, Rico De Bona, Gemeindeschreiber Hans Büchli und Josef Wicki. (Archivbild Neue LZ)

Der Littauer Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung am 16. Dezember 2009: (von links vorne): Heidi Fähndrich, Stefan Roth, Beat Stocker, Rico De Bona, Gemeindeschreiber Hans Büchli und Josef Wicki. (Archivbild Neue LZ)

Laut Medienmitteilung der Stadt Luzern habe der Gemeinderat Littau am 16. Dezember 2009 in eigener Kompetenz entschieden, die Abgangsentschädigungen auszuzahlen. Dies, damit nicht alle Exekutivmitglieder pro forma für die Exekutive der Stadt Luzern kandidieren müssten, um einen Rentenanspruch geltend machen zu können.

Gutachten legitimiert Auszahlung
Das Pensionsreglement für die Mitglieder des Gemeinderates von Littau sehe vor, dass kandidierende Exekutivmitglieder nach einer Nicht-Nomination oder nach einer Nichtwahl einen Rentenanspruch geltend machen können. Nicht kandidierende Mitglieder können gemäss einem Gutachten eine ausserordentliche Zulage geltend machen. Zudem legitimiert das Pensionsreglement eine Abgangsentschädigung an Mitglieder, die mindestens acht Jahre im Amt sind und noch nicht das 50. Lebensjahr absolviert haben.

Drei Monatslöhne für De Bona
Laut der Stadt Luzern haben die fünf Mitglieder des Littauer Gemeinderates folgende Entschädigungen erhalten:

  • Gemeindepräsident Josef Wicki (Arbeitspensum 50%) erhielt gemäss Pensionsreglement für die Mitglieder des Gemeinderates 3 Monatsgehälter, total 32'621 Franken brutto. Josef Wicki arbeitete 13 Jahre im Gemeinderat.
  • Sozialvorsteher Rico De Bona (Arbeitspensum 80%), der neu Leiter der Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen in der Stadtverwaltung Luzern ist, wurden drei – nicht wie bisher berichtet sechs –Monatsgehälter ausbezahlt, total 41'520 Franken brutto. Begründet wird die Leistung mit dem Reglement über Dienstverhältnis und Besoldung des Gemeinderates in Verbindung mit dem Personalreglement der Gemeinde Littau. Rico De Bona absolvierte 9 Amtsjahre.
  • Gemeinderätin Heidi Fähndrich (Arbeitspensum 40%) erhielt 6 Monatslöhne, total 44'203 Franken brutto. Begründet wird diese ausserordentliche Zulage gleich wie bei Gemeinderat Rico De Bona.
  • Gemeinderat Beat Stocker (Arbeitspensum 45%) hat erfolglos für einen Sitz im Stadtrat kandidiert. Er hat Anspruch auf eine Sonderleistung gemäss Pensionsreglement für die Mitglieder des Gemeinderates. Er erhält bis zum Erreichen des AHV-Alters eine Sonderleistung von jährlich total 72'923 Franken (total 770'000 Franken).
  • Gemeindeammann Stefan Roth (Arbeitspensum 80%) wurde am 27. September im 2. Wahlgang in den Stadtrat von Luzern gewählt. Er hat keinen Anspruch auf eine Sonderleistung gemäss Pensionsreglement. Stefan Roth war 5 Jahre Mitglied des Gemeinderats.

Mangelnde Information
Die Stadt teilt zudem mit, dass sich die Projektsteuerung bewusst sei, dass es richtig gewesen wäre, die gesetzlich abgestützten Lösungen der Spezialkommission Fusion Luzern-Littau und der Finanzkommission der Gemeinde Littau mitzuteilen.

pd/bep