LITTAU: Luzerner Luft für ein Unterwasser-Casino

Eine kleine Firma am Rand der Littauer Gewerbezone baut Belüftungsanlagen für Hochhäuser auf der ganzen Welt. Nun hat sie den Auftrag erhalten, das erste Unterwasser-Casino der Welt zu belüften.

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Werner Fleischer, Geschäftsführer von Ionair, darf bald das einzige Unterwasser-Casino der Welt belüften. (Archivbild Markus Forte/Neue LZ)

Werner Fleischer, Geschäftsführer von Ionair, darf bald das einzige Unterwasser-Casino der Welt belüften. (Archivbild Markus Forte/Neue LZ)

In Asien überbieten sich die Wolkenkratzer-Bauherren mit immer höheren Gebäuden. Mit dabei ist dort laut einem Bericht des Tages-Anzeigers vom Dienstag oft auch ein kleines Unternehmen aus der Luzerner Agglomeration, die Firma Ionair.

40'000 Quadratmeter Casino-Fläche sind zu belüften
Der Betrieb mit 15 Mitarbeitern hat nun einen neuen Auftrag erhalten: Das erste Unterwasser-Casino der Welt in Macao soll von ihnen ein 1,2 Millionen Franken teures Luftreinigungssystem erhalten. Die «City of Dreams» wird laut Tages-Anzeiger im März 2009 seine Pforten öffnen. Die Casinofläche von 40'000 Quadratmetern wird von Meereskanälen voller Kraken und Haifische umgeben sein, heisst es weiter.

Die Firma Ionair beschäftigt laut dem Tages-Anzeiger in einem zweistöckigen Haus in Littau acht Elektrotechniker, welche die hochsensiblen Sensoren der computergesteuerten Lüftungssysteme herstellen.

Flughafen Zürich und Reichstagsgebäude in Berlin
Gegründet wurde die Firma von einem deutschen Immigranten: Der Ingenieur Werner Fleischer arbeitete in den Neunzigern bei Sulzer und tüftelte in seiner Freizeit in der Garage an einem innovativen Lüftungssystem. Statt immer wieder frische Luft von aussen in das Haus zu pumpen, verwendete er die bereits geheizte oder gekühlte Luft aus dem Innern des Hauses, heisst es im Artikel.

Als Werner Fleischer im Herbst 1993 seine Forschung in der Garage weit genug getrieben hatte, liess er die Technik patentieren und gründete eine Firma. Bereits 1996 konnte die Kleinfirma im Flughafen Zürich das Lüftungssystem einbauen, so der Tages-Anzeiger. Neben anderen grossen Bauten erhält auch das Berliner Reichstagsgebäude frische Luft dank Ionair.

ana