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Musicalfans kommen in Littau auf ihre Kosten

Das Theater Littau-Reussbühl feiert den 30. Geburtstag und spielt als erste Laienbühne der Schweiz das Alpenmusical «Stägeli uf – Stägeli ab». Die mitreissende Jubiläumsproduktion liefert Ohrwürmer und Pointen gleich reihenweise.
Yvonne Imbach
Beim Alpenmusical «Stägeli uf – Stägeli ab» wähnt man sich dank der üppigen Kulisse, den sorgfältig ausgesuchten Kostümen und den beliebten Melodien von Artur Beul wie in einem Heimatfilm. (Bild: Manuela Jans-Koch (Littau, 3. Mai 2018))

Beim Alpenmusical «Stägeli uf – Stägeli ab» wähnt man sich dank der üppigen Kulisse, den sorgfältig ausgesuchten Kostümen und den beliebten Melodien von Artur Beul wie in einem Heimatfilm. (Bild: Manuela Jans-Koch (Littau, 3. Mai 2018))

Stehende Ovationen, begeisterter Applaus und rundum zufriedene Zuschauer: Wenn eine Premiere so endet, haben die Theaterleute zweifellos alles richtig gemacht. Das Theater Littau-Reussbühl durfte sich am Samstag eben diese Lorbeeren nach knapp drei Stunden bester Unterhaltung abholen.

Die über siebzig Gesangs-, Tanz- und Spielproben gipfelten in einem wahren Reigen an Ohrwürmern und witzigen Pointen. «Stägeli uf – Stägeli ab» ist ein alpenländisches Musical aus der Feder von Erich Vock und Hubert Spiess. Die Uraufführung 2016 am Bernhard-Theater in Zürich läutete einen Begeisterungssturm seitens der Zuschauer ein.

Als erste Laienbühne der Schweiz wagt sich der Littauer Theaterverein an die schmissige Produktion. Den roten Faden bilden die beliebtesten Melodien von Artur Beul: «Am Himmel staht es Sternli z’Nacht», «Nach em Räge schiint d‘Sunne», «Übere Gotthard flüget Bräme» und natürlich «Stägeli uf, Stägeli ab». In die Geschichte eingebettet werden typische «Zutaten» einer auf dem Land angesiedelten Erzählung des letzten Jahrhunderts: Liebe und Intrigen, Eifersucht, Geldgier und Bauernschläue.

Mit Gesangsstunden zu Selbstbewusstsein

Die Produktion verlangte vom gesamten Ensemble auf und hinter der Bühne alles ab. Regisseur Fredy Duss: «Zu Beginn stiess die Tatsache, dass wir bei diesem Stück auch singen und tanzen, bei einigen Spielern auf Skepsis. Wir haben Gesangsstunden genommen und uns an diese Herausforderung herangetastet. Nun sind alle begeistert darüber, was wir erarbeitet haben.» Für die Gesangsstunden, die musikalische Leitung und die Choreografien wurde Profimusiker Andreas Dossenbach zugezogen. Das intensive Engagement hat aus den 17 Spielern selbstbewusste Sänger und Tänzer gemacht, die mit sehr viel Charme und Lockerheit den einen oder anderen schiefen Ton wettmachen. «Es sind Laien, und das darf man auch hören», sagt Fredy Duss. Recht hat er. Auch das Auge wird verwöhnt: Zu sehen ist ein stimmiges Gesamtbild, das keine Wünsche offen lässt. Die üppige, detailverliebte und «vom ersten Nagel bis zum letzten Farbtupfer» durch das Bühnenbauteam selbst erbaute Kulisse wähnt den Zuschauer in die Welt von Heimatfilm, Kuhstall und Herzschmerz-Geschichten. Farbenprächtige, sorgfältig ausgesuchte Kostüme runden das Bild ab.

Im Verlauf der turbulenten Komödie laufen die Spieler zur Hochform auf, und ein Höhepunkt jagt den anderen. Das Theater Littau-Reussbühl hat sich zum Jubiläum eine wundervolle, würdige und kurzweilige Produktion geschenkt.

Hinweis: Aufführungen bis 26. Mai. Im Zentrum St. Michael, Littau. Reservation: Telefon 079 595 14 22 (Di/Do 18-20 Uhr), www.theaterlittau.ch

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