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LITTAU: Spannender als Schulunterricht

Dass Fasnacht auch lehrreich sein kann, bewies gestern der Littauer Umzug: Einige Sujets hatten durchaus informativen Charakter.
«Gfürchig»: die Waldmahren, eine freie Erfindung der Wagenbaugruppe Peramicus aus Ebikon. (Bild: Philipp Schmidli)

«Gfürchig»: die Waldmahren, eine freie Erfindung der Wagenbaugruppe Peramicus aus Ebikon. (Bild: Philipp Schmidli)

Yvonne imbach

Kein Geringerer als Elvis führte gestern Nachmittag den Littauer Umzug an, nämlich als Tambourmajor der Hügü-Schränzer Lozärn, die sich dem Thema Paparazzi verschrieben hatten. Herrlich zu sehen, wie ein echter Kameramann von einem Paparazzo ins Visier genommen wurde. Dann kam es zu einer dieser Situationen, die nur an der Fasnacht möglich und deswegen so herrlich schräg sind: Der Familienclub Littau hatte eine Gruppe edler Ritter und Burgfräulein auf die Route geschickt und vom Mittelalter gings direkt in der nächsten Nummer zu den alten Ägyptern zurück. Die Chappelgnomen liessen nämlich den Fluch der Pharaonen auferstehen. Ebenso weit zurück in die Geschichte entführten wenig später die Rotseemöven mit ihren «römischen Festspielen». Herzig: Vier junge Rotseemöven, mit Minipauke vor dem Bauch und pflichtbewusst mit Grend, liefen korrekt den Rhythmus spielend voraus. Die nächste Generation wächst heran, keine Frage!

Von Toden und Toten

Der MTV Littau bot bissigen Lokalkolorit: Unter dem Motto «Traditionstod» listeten sie auf einem grossen Schild auf, was in Littau in den letzten Jahren alles sterben musste. Vom «Schnellsten Littauer» bis zum Samariterverein war da zu lesen. Graue, herrlich-grausliche Tote begleiteten das «Ghost Ship» der Orbis Arbitrarius. Dem Geisterschiff dicht auf den Fersen waren bereits die nächsten Toten: Die Noteheuer Lozärn befassten sich mit dem «Dia de Los Muertos», dem Tag der Toten in Mexiko, der dort schaurig-schön gefeiert wird. Apropos Feiern: Die Noteheuer hatten anlässlich ihres 60-Jahr-Jubiläums eine Gastmusig dabei, die Zytglogge-Schränzer aus Wangen an der Aare, deren Mitglieder notabene auch alle die prächtigen Kleider und grusligen Grende anhatten.

Von der Badi auf die Ski

Der FC Littau zeigte «Das letzte Selfie» und schrieb dazu: «I de Badi chamer höchschtens no eis go paffe, aber leider nömme Födli gaffe», und versetzte damit einen Seitenhieb auf die geschlossene Zimmeregg-Badi. Und weil die Badi derzeit kein Freizeitvergnügen ist, träumt der Quartierverein Littauer Bärg vom einem eigenen «Schi-Ressort Littauer Bärg 2055». Das dauert zwar noch eine Weile, die Skikanonen, mit Styropor-Kügelchen gefüllt, hatten sie aber schon dabei.

Das vermutlich aufwendigste Sujet zeigte die Gruppe Conversio, die sich mit dem Motto «Edison & Co.» dem Fach Wissenschaft gewidmet hat. Ihr Wagen im Steampunk-Stil zeigte höchst detailliert allerlei Maschinen, Kolben, Rädchen und mehr Technik, die sich unaufhörlich bewegten. Dass der verrückte Professor, der ganz oben am Wagen darüber wachte, auf einem unsicheren Stuhl sass, liess viele Zuschauer amüsiert aufkreischen, als er scheinbar zu fallen drohte. Für viel Gekreische sorgte auch die Wagenbaugruppe Peramicus mit ihrem gfürchigen Waldmahren-Sujet.

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