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LITTAU/MALTERS: Bauschutt braucht mehr Platz

Auf dem Littauerberg werden mehrere Deponien erweitert. Das sieht zwar nicht schön aus, doch in zwei Jahrzehnten werden dort wieder Kühe grasen.
Robert Knobel

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

Auf Baustellen fällt viel Bauschutt an. Was sich nicht rezyklieren lässt – Ziegel, Gips, Keramik und Aushub –, landet auf einer Deponie. Seit rund 15 Jahren betreiben die Firmen Lötscher Tiefbau und Benerz AG auf dem Littauerberg im Grenzgebiet Littau–Malters mehrere solche Deponien. Die beiden Firmen dürfen insgesamt rund 1,8 Millionen Kubikmeter Material ablagern. Das entspricht einem Würfel mit 120 Metern Kantenlänge. Doch die bewilligte Menge ist inzwischen praktisch ausgeschöpft. Deshalb werden die Deponien auf angrenzende Grundstücke erweitert. Die Fläche wird dabei fast verdoppelt. Für den Teil auf Littauer Boden gab das Stadtparlament im Herbst 2015 grünes Licht. Auf Malterser Seite läuft zurzeit das Bewilligungsverfahren.

Die neue Deponie Neubüel ist schon seit vergangenem Oktober in Betrieb, und die Erweiterung Huob/Neumatt steht kurz vor der Inbetriebnahme. Die beiden Gebiete ersetzen die bisherigen Deponien Büel und Spitzfluehof, die demnächst stillgelegt und rekultiviert werden. Dazu wird auf dem abgelagerten Bauschutt, der stellenweise bis zu 10 Meter Höhe erreicht, Unterboden und Humus aufgetragen.

Deponierte Materialien sind nicht giftig

In einigen Jahren können die früheren Deponien wieder für die Landwirtschaft genutzt werden. «Ein Teil der Flächen wird zudem für den ökologischen Ausgleich und als Ersatz ausgeschieden», erklärt Gregor Schmid, Leiter Umweltschutz bei der Stadt Luzern. Er betont, dass es sich beim abgelagerten Material um inerte und ungiftige Stoffe handelt. Deshalb stehe der späteren Nutzung für die Landwirtschaft nach der Rekultivierung nichts im Wege.

Dasselbe wird dereinst mit den neuen Deponien geschehen. Auch sie sollen später rekultiviert werden. Gregor Schmid schätzt, dass die neuen Flächen während rund 15 Jahren als Deponien genutzt werden können. Die Stadt erhält während dieser Betriebszeit total 3,8 Millionen Franken an Immissionsabgaben und Entschädigungen für die Nutzung von städtischem Grundbesitz. Ob es nach der Schliessung der neuen Deponien nochmals zu einer Erweiterungsrunde kommt, ist offen. In Malters liegen die Pläne für die Deponieerweiterung bis zum 1. März öffentlich auf. Für die Erweiterung braucht es eine Umzonung des betroffenen Gebiets: Bisherige Landwirtschaftszone muss in eine spezielle Deponiezone umgewandelt werden.

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